30 March 2026, 14:04

Neuköllns stille Heldinnen: Wie Freiwillige Tausende vor dem Hunger retten

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Supermarkt stehen, einige halten Einkaufstäsche, mit einem Einkaufswagen, Topfpflanze, Regalen, Schildern und Deckenbeleuchtung.

Neuköllns stille Heldinnen: Wie Freiwillige Tausende vor dem Hunger retten

Freiwillige in Neukölln sammeln Lebensmittel für die Berliner Tafel

In einer Edeka-Filiale in Neukölln engagieren sich Freiwillige für die Berliner Tafel. Der Supermarkt an der Karl-Marx-Straße 101 liegt zwar nicht in einem wohlhabenden Viertel, doch die Spendenbereitschaft der Anwohnerinnen und Anwohner ist ungebrochen. Hinter der Initiative stehen engagierte Helferinnen wie Uschi, Anne und Marianne, die dafür sorgen, dass jeden Monat Tausende Menschen mit Mahlzeiten versorgt werden.

Die Berliner Tafel betreibt 48 Ausgabestellen unter dem Namen Brot & Seele in der ganzen Stadt. Monatlich werden hier 70.000 Mahlzeiten ausgegeben, zusätzlich beliefert die Organisation 400 soziale Einrichtungen – darunter Obdachlosenunterkünfte und Suppenküchen – und erreicht so etwa 94.000 Bedürftige. Ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge halten die Versorgung aufrecht und verteilen monatlich 660 Tonnen Lebensmittel.

Steigende Nachfrage durch Krisen Seit der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der hohen Inflation ist die Nachfrage stark gestiegen – die Zahl der Menschen, die auf die Tafeln angewiesen sind, hat sich fast verdoppelt. Um den Bedarf zu decken, ruft die Kampagne Noch einen! Kundinnen und Kunden dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt – etwa Kaffee oder Schokolade – zu kaufen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. Besonders während des Erntedankfests und zu Weihnachten steigen die Spenden deutlich an.

In der Neuköllner Edeka-Filiale berichtet Uschi, die älteste Freiwillige, von älteren Empfängerinnen und Empfängern, die mit gesundheitlichen Problemen kämpfen und oft keinen Strom haben, um Lebensmittel zu lagern. Anne, mit 33 die jüngste im Team, kombiniert ihren Einsatz mit einer Stelle beim KaDeWe. Beide sind sich einig: Ohne die vielen Helferinnen und Helfer würde das System zusammenbrechen. Die aktuelle Osterkampagne läuft noch bis zum 4. April 2026 und umfasst mittlerweile 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland.

Deutschlandweit aktiv – in Berlin besonders gefragt In ganz Deutschland gibt es rund 970 Tafel-Organisationen mit über 2.000 Ausgabestellen. Die Berliner Tafel zählt zu den größten – doch der steigende Bedarf erfordert ständig neue Unterstützerinnen und Unterstützer.

Die Kampagne Noch einen! und saisonale Spendenaktionen sichern die Grundversorgung der Berliner Tafel. Mit monatlich 660 Tonnen verteilten Lebensmitteln hängt der Erfolg von der Großzügigkeit der Bevölkerung und dem Einsatz der Freiwilligen ab. Die nächste Spendenaktion läuft bis Ostern 2026 – dann mit noch mehr Supermärkten, die zur Mitarbeit aufrufen.

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