08 May 2026, 18:04

Neue Dieselkraftstoffe mit über 50 Prozent erneuerbaren Energien bestehen Euro-6d-Tests problemlos

Balkendiagramm, das NOX- und PM-Emissionen für Benziner mit verschiedenen Farben vergleicht, begleitet von erklärendem Text.

Neue Dieselkraftstoffe mit über 50 Prozent erneuerbaren Energien bestehen Euro-6d-Tests problemlos

Eine neue Studie bestätigt, dass fortschrittliche Dieselkraftstoffe mit hohem Anteil erneuerbarer Energien strenge Abgasnormen erfüllen. Forscher testeten Mischungen wie R33 und R51, die bis zu 50 Prozent erneuerbare Bestandteile enthalten. Alle Kraftstoffe bestanden die aktuellen Euro-6d-Grenzwerte, ohne die Motorleistung zu beeinträchtigen.

Vor etwa zehn Jahren entwickelte die Hochschule Coburg den R33-Diesel – eine Mischung aus 7 Prozent Biodiesel und 26 Prozent hydriertem Pflanzenöl (HVO, nach dem englischen Hydrotreated Vegetable Oil). Dieser Kraftstoff markierte einen frühen Schritt zur Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe im Verkehr. Derselbe modulare Ansatz liegt nun dem R51-Diesel zugrunde, der den Anteil erneuerbarer Energien auf über 50 Prozent erhöht – mit 10 Prozent Biodiesel und 41 Prozent HVO.

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Getestet wurden unter realen Bedingungen unter anderem B10-Diesel (10 Prozent Biodiesel) und R51. Beide Kraftstoffe hielten die Euro-6d-Emissionsgrenzen im WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) ein. Stabilitätstests zeigten zudem, dass alle Mischungen die Anforderungen deutlich übertrafen.

Die Verdünnung des Motoröls – ein bekanntes Problem bei Kraftstoffen mit hohem Bioanteil – blieb bei allen getesteten Kraftstoffen auf einem konstanten Niveau. Die Studie bestätigte, dass der Wechsel von R33 zu R51 weder die Emissionen verschlechtert noch die Schmierung des Motors beeinträchtigt.

Die Ergebnisse unterstreichen, dass B10- und R51-Diesel praktikable Lösungen sind, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Diese Kraftstoffmischungen erfüllen die aktuellen Abgasvorschriften und gewährleisten gleichzeitig die Stabilität des Motors. Das modulare Konzept könnte den Einsatz erneuerbarer Energien im Straßenverkehr weiter ausbauen.

Quelle