Münchner Start-up Proxima Fusion sammelt 7 Millionen für revolutionären Stellarator-Reaktor
Greta KleinMünchner Start-up Proxima Fusion sammelt 7 Millionen für revolutionären Stellarator-Reaktor
Proxima Fusion, ein Start-up des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP), hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 7 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen plant die Entwicklung eines Hochleistungs-Stellarators zur Erzeugung sauberer Energie. Zu den Investoren zählen Plural, UVC Partners, der High-Tech Gründerfonds sowie die Wilbe Group.
Das in München ansässige Unternehmen wurde von ehemaligen Forschenden des Max-Planck-IPP, des MIT und von Google-X gegründet. Ihr Ziel ist es, noch in den 2030er-Jahren das erste Fusionskraftwerk auf Basis des Stellarator-Prinzips zu bauen. Stellaratoren bieten gegenüber Tokamaks entscheidende Vorteile, etwa einen stabileren Betrieb und eine bessere Wärmeregulation.
Fortschritte in der Stellarator-Technologie haben in jüngster Zeit die Plasastabilität und die Aufrechterhaltung von Spitzenleistungen verbessert. Im Februar 2023 stellte der Wendelstein 7-X (W7-X) – ein Experimentiergerät des IPP – mit einem Rekord bei der Energieausbeute das Potenzial dieses Ansatzes unter Beweis. Die neue Finanzspritze wird Proxima Fusion dabei helfen, die Forschung voranzutreiben und Fusionsenergie Realität werden zu lassen.
Marc Nemitz, Mitglied des Gründungsteams, betonte die Bedeutung dieser Investition für die Weiterentwicklung der Reaktortechnologie. Das Unternehmen strebt an, innerhalb des nächsten Jahrzehnts ein funktionsfähiges Stellarator-Kraftwerk zu liefern.
Die 7 Millionen Euro sollen Proxima Fusion dabei unterstützen, die Stellarator-Technologie weiter zu verfeinern. Bei Erfolg könnte die Arbeit des Unternehmens bis zu den 2030er-Jahren eine neue Generation von Fusionsreaktoren hervorbringen. Das Projekt baut auf jahrzehntelanger Forschung von Einrichtungen wie dem Max-Planck-IPP und dem MIT auf.






