13 February 2026, 08:04

Münchner Sicherheitskonferenz: Merz eröffnet, Rubio signalisiert US-Kurswechsel

US-Außenminister Mike Pompeo trägt einen schwarzen Blazer, ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte und steht an einem Podium mit zwei Mikrofonen vor einem blauen Hintergrund bei der 20. Internationalen Seemacht-Symposium, mit einem Geländer rechts daneben.

US-Außenminister Marco Rubio reist zur Münchner Sicherheitskonferenz - Münchner Sicherheitskonferenz: Merz eröffnet, Rubio signalisiert US-Kurswechsel

Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat begonnen und zieht globale Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträger an, um drängende Sicherheitsfragen zu erörtern. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Veranstaltung mit einer Grundsatzrede zur Außenpolitik eröffnen – sein erster Auftritt bei der Konferenz seit Amtsantritt. Zu den Teilnehmern gehört auch der US-Außenminister Marco Rubio, der mit einer Delegation amerikanischer Abgeordnete im Rahmen einer größeren Europareise anreist.

Über 1.000 Teilnehmer aus rund 120 Ländern werden in diesem Jahr zur MSC erwartet. Auf der Gästeliste stehen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs, etwa 100 Außen- und Verteidigungsminister sowie hochrangige Vertreter aus über 40 internationalen Organisationen. Auch der deutsche Außenminister Johann Wadephul, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Finanzminister Lars Klingbeil werden an den Diskussionen teilnehmen.

Rubio, der die US-Delegation anführt, wird am Freitag und Samstag an den Sitzungen in München teilnehmen. Sein Besuch steht für einen Kurswechsel der amerikanischen Politik auf der Konferenz: Weg von der früheren Unterstützung einer regelbasierten internationalen Ordnung – wie etwa dem 2011 geschlossenen New-START-Abrüstungsvertrag – hin zu einer skeptischeren Haltung gegenüber multilateralen Systemen. Rubio hat sich jüngst der Kritik von Vizepräsident JD Vance an den europäischen Verbündeten angeschlossen, lässt aber Raum für selektive Zusammenarbeit bei der Lastenverteilung in der Verteidigungspolitik.

Nach dem Aufenthalt in München führt Rubios Reise weiter nach Ungarn und in die Slowakei, zwei Länder, die von Verbündeten des früheren US-Präsidenten Donald Trump regiert werden. Der Außenminister hat die aktuelle Phase als Beginn einer neuen geopolitischen Ära beschrieben, die eine grundlegende Neubewertung globaler Bündnisse und Strategien erfordere.

Die Konferenz bringt zentrale Entscheidungsträger in einer Zeit sich wandelnder internationaler Dynamiken zusammen. Rubios Teilnahme unterstreicht den Kurswechsel der US-Regierung in der Gestaltung globaler Partnerschaften – mit Fokus auf Verteidigungsbeiträge und strategische Neuausrichtung. Die Diskussionen in München dürften die Sicherheitspolitik der kommenden Monate maßgeblich prägen.