Münchner Sicherheitskonferenz 2023: Ohne Russland, mit Fokus auf Ukraine-Krieg und westliche Einheit
Leon SchröderMünchner Sicherheitskonferenz 2023: Ohne Russland, mit Fokus auf Ukraine-Krieg und westliche Einheit
Münchner Sicherheitskonferenz 2023: Über 200 Regierungsvertreter aus 120 Ländern erwartet – Russland bleibt erneut fern
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2023 wird mehr als 200 Regierungsvertreter aus 120 Ländern zusammenbringen. Darunter sind über 60 Staats- und Regierungschefs, davon 15 aus EU-Mitgliedstaaten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungen stehen drängende globale Sicherheitsfragen – allen voran der anhaltende Krieg in der Ukraine.
Russland wird die Konferenz zum zweiten Mal in Folge nicht besuchen. 2022 hatte die russische Delegation ihre Teilnahme kurz vor dem Überfall auf die Ukraine in letzter Minute abgesagt. Diesmal zeigte Moskau kein Interesse an der Einladung der Organisatoren.
MSC-Vorsitzender Wolfgang Ischinger äußerte die Hoffnung, dass die Konferenz eine Schlüsselrolle bei der Suche nach Lösungen für den Ukraine-Krieg spielen werde. Er rief die EU sowie Partner wie Großbritannien und Kanada auf, während der Veranstaltungen klare Signale der Geschlossenheit zu senden.
Anders als in den Vorjahren wird Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) diesmal nicht die Eröffnungsrede halten. Stattdessen übernimmt Friedrich Merz, Vorsitzender der unionsgeführten CDU, diese Aufgabe. Die Entscheidung markiert einen Bruch mit der Tradition der Konferenz, bei der bisher meist hochrangige Regierungsvertreter den Ton für die Debatten vorgaben.
Die MSC 2023 konzentriert sich auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit angesichts anhaltender Spannungen. Ohne russische Beteiligung dürfte die Veranstaltungen vor allem die Einheit des Westens und mögliche Strategien zur Beilegung des Ukraine-Konflikts in den Vordergrund stellen. Die Organisatoren erwarten intensive Diskussionen unter den teilnehmenden Spitzenpolitikern und Delegierten.