Münchens zweite S-Bahn-Stammstrecke: Bauarbeiten im Osten starten mit Milliardeninvestitionen
Lotta SchneiderBauarbeiten jetzt entlang der gesamten zweiten S-Bahn-Linie - Münchens zweite S-Bahn-Stammstrecke: Bauarbeiten im Osten starten mit Milliardeninvestitionen
Die Bauarbeiten an der zweiten S-Bahn-Stammstrecke Münchens haben nun im östlichen Abschnitt zwischen Laim und Leuchtenbergring begonnen. Das von der Deutschen Bahn geleitete Projekt markiert einen wichtigen Schritt beim Ausbau des städtischen Schienennetzes. Mit Gesamtkosten von über elf Milliarden Euro zählt es zu den ehrgeizigsten Infrastrukturvorhaben der Region.
Alleine der östliche Abschnitt wird Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro erfordern. Bis zu 1.000 Arbeiter werden in Spitzenzeiten an der zehn Kilometer langen Strecke arbeiten, die in Tiefen von bis zu 48 Metern verlaufen wird. Fünf neue Stationen sind geplant, darunter ein 16 Meter tiefer Knotenpunkt am Ostbahnhof München, der Haidhausen und Berg am Laim verbinden soll.
Zwischen Isar und Leuchtenbergring wird ein Rettungstunnel mit Tunnelbohrmaschinen von über acht Metern Durchmesser aufgefahren. Das Projekt hat jahrelange Verzögerungen und steigende Kosten erlebt, bleibt aber auf Kurs für eine Fertigstellung zwischen 2035 und 2037.
Die Deutsche Bahn koordiniert den Ausbau, der Teil umfassender Modernisierungsmaßnahmen für das Münchner Schienennetz ist. Dazu gehört auch die laufende Sanierung der Strecke München–Rosenheim, die die Verkehrsinfrastruktur der Stadt für künftige Anforderungen stärkt.
Nach der Fertigstellung wird die zweite S-Bahn-Stammstrecke die Verbindungen in ganz München verbessern. Die neuen Stationen und tiefer gelegenen Tunnel sollen Staus verringern und die Kapazitäten erhöhen. Die Inbetriebnahme ist für die Mitte der 2030er-Jahre geplant – nach Jahrzehnten der Planung und Bauzeit.