Münchens Eisbachwelle kehrt zurück – Pilotprojekt startet mit Surf-Hoffnung
Leon SchröderNeuer Versuch für die legendäre Surfwelle im Münchner Eisbach - Münchens Eisbachwelle kehrt zurück – Pilotprojekt startet mit Surf-Hoffnung
Münchens legendäre Eisbachwelle – ein weltberühmter Surfspot nahe dem Haus der Kunst – ist seit Ende Oktober verschwunden, nachdem das Flussbett geräumt wurde. Der Verlust sorgte bei Surfern für Frust und löste stadtweite Diskussionen aus. Jetzt werden erstmals seit ihrem Verschwinden konkrete Anstrengungen unternommen, die Welle zurückzuholen.
Die Welle bildete sich nicht mehr, nachdem Arbeiter bei Baggerarbeiten zu viel Kies aus dem Flussbett entfernt hatten. Ihr plötzliches Fehlen wurde zum großen Gesprächsthema unter Surfern, die den Spot seit Jahrzehnten nutzten. Im April 2023 war die Welle offiziell geschlossen worden, doch im Januar 2026 gab es Fortschritt: Stadt und Surfer einigten sich auf ein Pilotprojekt, um sie unter strengeren Sicherheitsauflagen wieder zu öffnen.
Aktuell testen Surfer ein brettähnliches Gerät, um eine kleine Welle zu erzeugen – der erste praktische Versuch einer Wiederbelebung. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter unterstützt das Vorhaben öffentlich und wünscht dem Team Erfolg bei der Stabilisierung der Welle in naher Zukunft.
Sobald die Welle zurückkehrt, wollen Stadtvertreter und Surfverbände gemeinsam einen rechtlichen Rahmen für das Surfen am Eisbach schaffen. Dazu gehören Überwachungsmaßnahmen und aktualisierte Sicherheitsvorkehrungen, auch wenn die genauen neuen Regelungen noch nicht feststehen.
Die Rückkehr der Eisbachwelle würde ein zentrales Stück Münchner Surfkultur wiederherstellen. Bei Erfolg soll das Pilotprojekt in ein geregeltes System für Surfer und Behörden münden. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Welle neu zu formen und ihre langfristige Stabilität zu sichern.