25 December 2025, 10:03

München wird zum Hightech-Standort für revolutionäre Chip-Prüftechnologie

Ein unordentlicher Tisch mit mehreren Kernen, einem Laptop, einem Stift und einigen anderen Gegenständen.

München wird zum Hightech-Standort für revolutionäre Chip-Prüftechnologie

QuantumDiamonds GmbH plant 152-Millionen-Euro-Produktionsstätte in München

Die QuantumDiamonds GmbH hat Pläne für eine 152 Millionen Euro teure Produktionsanlage in München vorgestellt. Die Europäische Kommission sieht das Unternehmen als möglichen Vorreiter in der Halbleiter-Lithografie und vergleicht es mit dem Branchenriesen ASML. Die neue Niederlage wird sich auf Spitzen-Technologie zur Chip-Prüfung konzentrieren – unter Einsatz von diamantbasierten Sensoren für ultrapräzise Fehlererkennung.

Die Münchner Anlage wird sich auf Systeme spezialisieren, die elektrische Ströme mit Mikrometer-Genauigkeit abbilden. Diese Systeme nutzen Stickstoff-Fehlstellen-Zentren (NV-Zentren) in Diamanten, eine Methode, die zerstörungsfreie Fehlerlokalisierung ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen thermischen oder Röntgenverfahren kann die Technologie versteckte Defekte in fortschrittlichen 2,5D- und 3D-Chip-Architekturen aufdecken, wie sie in KI-, Mobil- und Automobilanwendungen zum Einsatz kommen.

QuantumDiamonds hat sein Verfahren bereits mit neun der zehn weltweit führenden Chiphersteller erfolgreich getestet. Die hohe Nachfrage nach seinen Lösungen passt zum Ziel des Europäischen Chips-Gesetzes, den europäischen Anteil an der Halbleiterproduktion bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Die Investition soll zudem kritische Schritte der Wertschöpfungskette in Europa halten, lokale Fachkräfte fördern und die Abhängigkeit von externen Zulieferern verringern. Die Expansion des Unternehmens sendet ein klares Signal für Europas Ambitionen in der Mikroelektronik. Durch die Stärkung seiner Position in der Prüftechnologie hofft die Region, mehr Einfluss auf dem globalen Halbleitermarkt zu gewinnen.

Die neue Produktionsstätte wird fortschrittliche Testsysteme herstellen, die auf die Anforderungen der nächsten Chip-Generation zugeschnitten sind. Ihr Erfolg könnte Europa helfen, die Produktionsziele für 2030 zu erreichen und Münchens Rolle als wichtiger Standort für Halbleiter-Innovationen weiter auszubauen. Das Projekt markiert einen strategischen Schritt, um Europas Position im wettbewerbsintensiven globalen Markt zu sichern.