11 February 2026, 16:05

München im Ausnahmezustand: Sicherheitsgipfel und Massenprotest gleichzeitig

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Wie die Sicherheitskonferenz sicher bleibt - München im Ausnahmezustand: Sicherheitsgipfel und Massenprotest gleichzeitig

München bereitet sich auf zwei Großereignisse vor: eine Massenkundgebung für Menschenrechte im Iran und die Münchner Sicherheitskonferenz 2026

Diese Woche steht Munich vor besonderen Herausforderungen: Eine große Demonstration für Menschenrechte im Iran und die hochkarätige Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) vom 13. bis 15. Februar werden die Stadt in Atem halten. Bis zu 100.000 Demonstranten werden erwartet, während über 60 Staats- und Regierungschefs zum Sicherheitsgipfel zusammenkommen. Strenge Sicherheitsvorkehrungen – darunter Straßensperren und ein Drohnenverbot – sind bereits in Kraft.

Die Münchner Sicherheitskonferenz zieht in diesem Jahr besondere internationale Aufmerksamkeit auf sich: Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme zugesagt, darunter der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Bundeskanzler Friedrich Merz. Auch 15 EU-Spitzenpolitiker werden an den Gesprächen teilnehmen.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, setzt die bayerische Polizei rund 5.000 Beamte ein. Da die deutschen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wurde Verstärkung aus mehreren europäischen Ländern angefordert. Über fast der Hälfte Münchens – in einem Radius von etwa 5,5 Kilometern um das Sendlinger Tor – gilt eine Drohnenflugverbotszone. Illegale Drohnenflüge werden konsequent geahndet.

Anwohner und Besucher müssen sich in der erweiterten Sicherheitszone ausweisen und Kontrollen unterziehen. Zeitweilige Straßensperren, Parkverbote und Abschleppmaßnahmen sind eingerichtet; die Behörden raten davon ab, ohne dringenden Grund mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.

Gleichzeitig wird die Kundgebung für Menschenrechte und Freiheit im Iran Zehntausende auf die Straßen bringen. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 100.000 Teilnehmern – eine zusätzliche Belastung für die ohnehin angespannte Sicherheitslage in der Stadt.

Die Kombination beider Ereignisse wird Munich mehrere Tage lang in einem Ausnahmezustand halten. Strenge Zugangskontrollen, Drohnenbeschränkungen und Verkehrseinschränkungen sollen für Ordnung sorgen. Die Behörden warnen Anwohner und Besucher vor Verzögerungen und möglichen Behinderungen und empfehlen, sich frühzeitig auf die Einschränkungen einzustellen.