Mindestlohn in Bayern steigt 2026 auf 13,90 Euro – doch nicht alle profitieren gleich
Lotta SchneiderHunderttausende profitieren von der Mindestlohnerhöhung - Mindestlohn in Bayern steigt 2026 auf 13,90 Euro – doch nicht alle profitieren gleich
Ab 1. Januar 2026 steigt der Mindestlohn in Bayern auf 13,90 Euro pro Stunde. Die Erhöhung soll Hunderttausenden Geringverdienern in der Region zugutekommen. Doch aufgrund der jüngsten Lohnentwicklung könnte die Zahl der Begünstigten geringer ausfallen als ursprünglich angenommen.
Statistiker hatten auf Basis von Gehaltsdaten aus dem April 2025 prognostiziert, dass bis zu 688.000 Beschäftigte in Bayern unter dem neuen Mindestlohn liegen würden. Doch die Lohnsteigerungen der vergangenen Monate haben bereits einige Arbeitnehmer über die Schwelle gehoben. Daher wird die tatsächliche Zahl der Profiteure voraussichtlich niedriger ausfallen.
Von der Anhebung profitieren vor allem Frauen und Beschäftigte im Dienstleistungssektor. Rund 12 Prozent der Frauen in den betroffenen Berufen sowie ein ähnlicher Anteil der Servicekräfte können mit höheren Löhnen rechnen. Im Schnitt könnte ihr Stundenlohn um etwa sechs Prozent steigen. Diese Anpassung folgt auf eine weitere geplante Erhöhung: Ab dem 1. Januar 2025 steigt der bundesweite Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde – eine Maßnahme, von der bis zu eine Million Arbeitnehmer in ganz Deutschland profitieren könnten.
Der Mindestlohn-Anstieg 2026 wird vielen Geringverdienern in Bayern zu einem höheren Einkommen verhelfen. Frauen und Beschäftigte im Dienstleistungsbereich werden den größten Anteil der Vorteile tragen. Wie stark die Wirkung letztlich ausfällt, hängt jedoch davon ab, wie viele Arbeitnehmer nach den jüngsten Lohnsteigerungen noch unter dem neuen Mindestlohn liegen.