10 February 2026, 22:37

Markus Lanz spricht in Kempten über Bundeswehr, Bahnprojekte und Cola Light

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Markus Lanz spricht in Kempten über Bundeswehr, Bahnprojekte und Cola Light

Bayerns Ministerpräsident Markus Lanz hat kürzlich an einer öffentlichen Veranstaltung in Kempten teilgenommen, bei der er über Politik, Verteidigungspolitik und sogar seinen Gesangseinstand sprach. Unter dem Titel "Und jetzt, Herr Lanz?" lockte der Abend rund 430 Besucher ins Kornhaus. Moderiert von den Journalisten Markus Raffler und Helmut Kustermann reichte das Gespräch von Rüstungsausgaben bis hin zu persönlichen Vorlieben.

Im Verlauf der Veranstaltung bekräftigte Lanz seine Haltung zur deutschen Verteidigungspolitik. Er forderte mehr Personal für die Bundeswehr, um die Landesgrenzen zu sichern und die NATO-Verpflichtungen zu erfüllen. Im Vergleich zu den Nachrichtendienstfähigkeiten der USA räumte er ein, dass Deutschland hier noch Nachholbedarf habe. Zum Thema einer europäischen Armee zeigte er sich zwar zurückhaltend, schloss eine langfristige Perspektive jedoch nicht aus.

Auch zur Finanzpolitik äußerte sich der Ministerpräsident und betonte: "Bayerisches Geld ist in Kempten besser aufgehoben als in Berlin." Damit unterstrich er seine Präferenz für regionale Investitionen statt bundesweiter Ausgaben. Zudem hob er einen aktuellen Erfolg hervor: die Elektrifizierung von Bahnstrecken als "absolute Priorität" in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt zu haben.

Jenseits der Politik kam auch die persönliche Seite Lanzs zur Sprache. Er lobte seinen Auftritt in der TV-Sendung Inas Nacht als "lustig und sehr unterhaltsam" und zeigte sich begeistert von Moderatorin Ina Müller. Zudem verriet er, dass er vor seinem Live-Gesangsauftritt nur einmal geprobt habe. Auf die Frage nach seinem Lieblingsgetränk entschied er sich für Cola Light – statt des klassischen bayerischen Wassers, ob mit oder ohne Kohlensäure.

Der Abend in Kempten bot damit eine Mischung aus politischen Debatten und persönlichen Einblicken. Lanzs Aussagen zu Verteidigung, Infrastruktur und regionaler Förderpolitik machten seine Prioritäten deutlich. Seine Anekdoten zu Medienauftritten und Getränkevorlieben verhalfen der Veranstaltung hingegen zu einer lockeren Note. Eine Neuausrichtung seiner Position zur europäischen Armee blieb aus – seine langfristige Haltung entspricht damit weiterhin der von 2024.