Lokaljournalismus als "unverzichtbare Infrastruktur" – wie er überleben kann
Mia KochLokaljournalismus als "unverzichtbare Infrastruktur" – wie er überleben kann
Medienexperte Schmiege hat die zentrale Bedeutung des Lokaljournalismus für die Demokratie hervorgehoben. Er bezeichnete ihn als unverzichtbare Infrastruktur und nicht als Luxusgut. Seine Äußerungen fielen im Rahmen einer Diskussion über die Zukunft der Regionalmedien.
Schmiege betonte, dass sich lokale Medien anpassen müssten, um zu überleben. Er forderte ein Schutzkonzept, an dem Politiker, Branchenvertreter und Regulierungsbehörden mitwirken, um den Journalismus zu bewahren. Dafür seien seiner Meinung nach dringend moderne regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für das digitale Zeitalter nötig.
Er nannte vier zentrale Handlungsfelder: Auffindbarkeit, Zusammenarbeit, Innovation und neue Finanzierungsmodelle. Künstliche Intelligenz könne, so Schmiege, den Lokaljournalismus revolutionieren – etwa durch Unterstützung bei Produktion, Verbreitung und wirtschaftlicher Stabilisierung. AI bezeichnete er als möglichen „Game-Changer“ und als Chance für lokale Medienhäuser.
Zudem plädierte Schmiege für mehr unternehmerisches Denken in Medienorganisationen. Statt sich auf vergangene Erfolge zu verlassen oder auf externe Entscheidungen zu warten, sollten sie eine Pioniermentalität entwickeln.
Seine Vorschläge zielen darauf ab, die Zukunft des Lokaljournalismus zu sichern. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen zur Stärkung der wirtschaftlichen und regulatorischen Grundlagen. Künstliche Intelligenz und mutige Führung sind dabei zentrale Elemente seiner Vision.
