Lindner lobt Rentenreform als "solide Leistung" – aber mit deutlichen Abstrichen
Mia KochLindner lobt Rentenreform als "solide Leistung" – aber mit deutlichen Abstrichen
FDP-Chef Christian Lindner hat sich zu den Rentenreformplänen der Regierung geäußert. Das vorgestellte Rentenvorhaben bezeichnete er als „solide Leistung“, aber keineswegs als Meisterwerk. In seinen Äußerungen hob er sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Pakets hervor.
Lindner räumte ein, dass der Vorschlag der Rentenkommission positive Ansätze enthalte. Er verwies auf Impulse für mehr Generationengerechtigkeit und langfristige Nachhaltigkeit. Gleichzeitig wies er jedoch auf Rückschritte im Plan hin.
Kritik übte er insbesondere an der geplanten Einbeziehung Selbstständiger in die gesetzliche Rentenversicherung. Eine solche Pflichtmitgliedschaft, so Lindner, verschärfe den demografischen Druck und schaffe künftige Finanzlasten. Auch lehnte er die Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge im Zusammenhang mit dem kapitalgedeckten Rentensystem ab.
Trotz seiner Vorbehalte wünschte Lindner den Verantwortlichen Erfolg bei der Umsetzung des Vorhabens in eine echte Reform. Er zeigte sich gespannt auf das politische Endergebnis, machte aber deutlich, dass er selbst die Federführung nicht übernehmen werde. Stattdessen betonte er, kein Interesse daran zu haben, die Reform zu leiten. Sein aktueller Fokus liege auf neuen, intellektuell anspruchsvollen Aufgaben.
Lindner bestätigte zudem, dass er kein Gesetzespaket unterzeichnen werde, das alle 33 Empfehlungen der Kommission enthält. Seine Haltung spiegelt eine Mischung aus vorsichtiger Unterstützung und klarer Ablehnung bestimmter Aspekte der geplanten Änderungen wider. Die Debatte um die Rentenreform bleibt damit weiter in Bewegung.
