11 May 2026, 10:04

Landshut passt Grundsteuer an: Wer zahlt mehr, wer spart?

Plakat, das eine 2023-Steuergutschrift über bis zu 30 % der Kosten für die Installation von Dachsolaranlagen ankündigt.

Landshut passt Grundsteuer an: Wer zahlt mehr, wer spart?

Der Stadtrat von Landshut hat Änderungen bei der Grundsteuer beschlossen, um die Einnahmen stabil zu halten. Die Anpassung folgt der Umstellung Bayerns auf ein flächenbasiertes Steuermodell, bei dem die Abgaben anhand der Größe von Grundstücken und Gebäuden berechnet werden. Die neuen Sätze treten ab Januar 2025 in Kraft und betreffen rund 30.500 Grundstückseigentümer:innen.

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Die überarbeitete Satzung passt zwei zentrale Hebesätze an. Die Grundsteuer A, die für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen gilt, sinkt von 300 auf 295 Prozent. Gleichzeitig steigt die Grundsteuer B – sie umfasst Wohn- und Gewerbeimmobilien – von 430 auf 483 Prozent. Mit diesen Änderungen soll ein Haushaltsdefizit der Stadt verhindert werden, da die Grundsteuer jährlich etwa 12,3 Millionen Euro einbringt.

Nach dem neuen Modell zahlen die meisten Steuerpflichtigen weniger. Rund zwei Drittel können mit niedrigeren Bescheiden rechnen, im Schnitt sparen sie 142,62 Euro. Ein Drittel muss jedoch mehr bezahlen und hat mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 283,12 Euro zu rechnen. Die Bemessungsgrundlagen selbst werden von den Finanzämtern festgelegt, nicht von der Stadt.

Die aktualisierten Bescheide gehen Anfang 2025 an die Eigentümer:innen. Durch die Anpassungen stellt Landshut sicher, dass die Gesamteinnahmen trotz der geänderten Bewertungsmethode neutral bleiben.

Die neuen Regelungen gelten für alle Grundsteuerbescheide, die ab Januar 2025 verschickt werden. Während viele Bürger:innen von sinkenden Abgaben profitieren, müssen andere höhere Zahlungen leisten. Die Stadt erwartet, dass die angepassten Sätze das jährliche Steueraufkommen auf dem aktuellen Niveau halten.

Quelle