Kultur vs. Kommerz: Warum Opernhäuser mehr sind als Kostenfaktoren
Lotta SchneiderKultur vs. Kommerz: Warum Opernhäuser mehr sind als Kostenfaktoren
Ein ehemaliger Chefredakteur des Weser-Kurier erinnert an die früheren Prioritäten der betreffenden Person während ihrer Führung der Bremer Zeitung. Der Autor stellt dieser Zeit nun die aktuelle Debatte über kulturelle Investitionen in Düsseldorf und Dortmund gegenüber.
Während ihrer Amtszeit beim Weser-Kurier habe sich die Person vor allem auf Zahlen, Finanzen und das eigene Profil konzentriert – kulturelle Belange spielten dagegen kaum eine Rolle. Dieser Ansatz habe sich laut Autor auch in ihrer heutigen Funktion bei der Rheinischen Post nicht verändert.
In einer jüngeren Auseinandersetzung sprach sich die Person gegen den Bau eines Opernhauses in Dortmund aus. Stattdessen schlug sie vor, die Stadt könne auf Aufführungen in Köln, Duisburg oder Bonn zurückgreifen. Der Autor hält dagegen: Würde jede Stadt so argumentieren, gäbe es überhaupt keine Opernhäuser mehr.
Die Düsseldorfer Oper beschäftigt derzeit 570 Mitarbeiter und fördert zudem Musikschulen, Bibliotheken sowie lokale Bildungsprogramme. Der Autor warnt, eine Schließung würde die neu berufene Intendantin Ina Karr enttäuschen.
Die Haltung der Person spiegle eine rein ökonomische Betrachtung von Kunst wider. Offensichtlich bevorzugt sie angesagte Gastronomie gegenüber kulturellen Einrichtungen – eine Perspektive, die der Autor als unvereinbar mit dem wahren Wert der Künste ansieht.
Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich der Stellenwert von Kultur in der Gesellschaft bewertet wird. Der Autor betont, dass Kultur sich nicht auf finanzielle Berechnungen reduzieren lasse. Ohne Unterstützung könnten Einrichtungen wie die Düsseldorfer Oper und ihre gesellschaftlichen Leistungen in Gefahr geraten.
