Knorr-Bremse bricht Übernahme von Haldex nach Kartellproblemen ab
Knorr-Bremse gibt Pläne zur Übernahme des schwedischen Konkurrenten Haldex auf
Der Münchner Zulieferer Knorr-Bremse hat seine Absicht fallen lassen, den schwedischen Wettbewerber Haldex zu übernehmen. Das Unternehmen hatte ein Angebot von 125 schwedischen Kronen pro Aktie vorgelegt, was einem Gesamtvolumen von rund 582 Millionen Euro entsprochen hätte. Die Entscheidung folgt auf wiederholte Rückschläge bei der Erlangung der notwendigen behördlichen Genehmigungen.
Von Anfang an war der Übernahmeprozess mit erheblichen Hindernissen verbunden. Knorr-Bremse hatte sich zunächst gegen den Mitbieter ZF Friedrichshafen durchgesetzt, um Haldex ein Angebot zu unterbreiten. Ziel war es, einen breiter aufgestellten Zulieferer für die Nutzfahrzeugbranche zu schaffen.
Die behördliche Freigabe gestaltete sich jedoch schwierig, sodass die Angebotsfrist mehrfach verlängert werden musste. Schließlich lehnte die schwedische Finanzaufsicht eine weitere Fristverlängerung ab, wodurch Knorr-Bremse unter Zeitdruck geriet. Das Angebot lief innerhalb einer Woche aus.
Wie CEO Klaus Deller später mitteilte, habe Haldex sich geweigert, im Rahmen des Kartellgenehmigungsverfahrens zu kooperieren. Diese mangelnde Zusammenarbeit trug maßgeblich zur Aufgabe der Übernahmepläne bei.
Knorr-Bremse wird nun nach alternativen Wegen suchen, um seine Position in der Nutzfahrzeugbranche auszubauen. Die gescheiterte Übernahme bedeutet, dass das 582-Millionen-Euro-Angebot für Haldex nicht weiterverfolgt wird.






