11 February 2026, 22:03

Kempten senkt CO₂-Ausstoß um 600 Tonnen – doch Dienstreisen der Mitarbeiter bleiben Problem

Eine Stadtstraße mit Autos und Bussen, einer Tankstelle links, Gebäuden, Strommasten mit Drähten, einer Brücke rechts, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Kempten senkt CO₂-Ausstoß um 600 Tonnen – doch Dienstreisen der Mitarbeiter bleiben Problem

Die Stadtverwaltung Kempten hat seit 2019 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um etwa 600 Tonnen reduziert. Die Verringerung ist Teil laufender Bemühungen, die Nachhaltigkeit in den kommunalen Betrieben zu verbessern. Dennoch bleiben Herausforderungen – insbesondere beim Dienstreiseverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Schwerpunkt auf umweltfreundlichere Praktiken begann 2019, als das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (EZA) erstmals eine Nachhaltigkeitsbewertung für die Stadt durchführte. Diese Analyse identifizierte zentrale Bereiche, in denen Kempten seinen ökologischen Fußabdruck verringern könnte.

Laut dem Nachhaltigkeitsberater Sebastian Hartmann gab es vor allem bei der Wärmeversorgung spürbare Fortschritte. Doch die Mobilität der Beschäftigten bleibt ein drängendes Problem. Jährlich legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 7,4 Millionen Kilometer für Dienstfahrten zurück – viele davon weiterhin mit Verbrennern.

Zwar trug die Arbeit im Homeoffice anfangs zur Senkung der Emissionen bei, aktuelle Zahlen zeigen jedoch, dass die Zahl der Beschäftigten, die von zu Hause aus arbeiten, wieder rückläufig ist. Wie viele mittlerweile auf Elektrofahrzeuge oder emissionsfreie Verkehrsmittel für Dienstreisen umgestiegen sind, hat die Stadt nicht konkret beziffert.

Kempten hat messbare Erfolge bei der Reduzierung von Emissionen erzielt, insbesondere im Bereich Heizung. Doch der anhaltende Einsatz von Benzin- und Dieselautos für Dienstfahrten schmälert einen Teil dieser Fortschritte. Weitere Einsparungen hängen nun davon ab, wie sich das Pendel- und Dienstreiseverhalten der Belegschaft verändert.