27 March 2026, 00:03

Johann Bertl gewinnt Landratswahl mit 65,4 Prozent der Stimmen klar

Eine Gruppe von Menschen, die vor einer Menge jubeln, mit einem Banner im Hintergrund, das einen Wahlsieg anzeigt.

Johann Bertl gewinnt Landratswahl mit 65,4 Prozent der Stimmen klar

Johann Bertl hat die Wahl zum Landrat mit einem deutlichen Sieg für sich entschieden. Mit 65,4 Prozent der Stimmen ließ er seinen Herausforderer Falk Sluyterman weit hinter sich. Gleichzeitig verzeichneten die Kommunalwahlen in Frankfurt und im Main-Kinzig-Kreis eine bemerkenswerte Steigerung der Wählerbeteiligung.

Bertl führte die Wahl von Anfang an mit einem Vorsprung, der für seinen Konkurrenten unüberwindbar blieb. Nach der Bestätigung der Ergebnisse bedankte er sich bei seinem Wahlkampfteam und betonte den Respekt vor den Verantwortungen seines Amtes als Landrat. Den Sieg wollte er später mit seinen Unterstützern feiern – allerdings erst nach dem Geburtstag seiner Mutter.

Sluyterman, der sein Ergebnis aus der ersten Runde fast verdreifachen konnte und auf 34,6 Prozent kam, gab seine Enttäuschung zu. Er räumte ein, dass seine SPD-Zugehörigkeit das Wahlergebnis beeinflusst haben könnte. Trotz seiner deutlichen Steigerung blieb die Lücke zu Bertl zu groß, um sie noch zu schließen.

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In Frankfurts 16 Stadtbezirken stieg die Wahlbeteiligung für die Kommunalwahlen 2026 im Vergleich zu den Vorjahren. Die höchste Beteiligung verzeichnete Nieder-Erlenbach mit 64,3 Prozent, während Höchst/Griesheim mit 38,5 Prozent das Schlusslicht bildete. Insgesamt erreichte die Stadt eine Wahlbeteiligung von 49,6 Prozent – der höchste Wert seit über zwei Jahrzehnten.

Auch im Main-Kinzig-Kreis zeigte sich ein ähnlicher Trend: Rund 56 Prozent der Wahlberechtigten gaben bei der Kreistagswahl 2026 ihre Stimme ab. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber den 49 Prozent von 2021, wobei in allen ausgezählten Gebieten eine höhere Beteiligung als vor fünf Jahren zu verzeichnen war.

Die CSU hatte sich in den Bürgermeister-Stichwahlen bessere Ergebnisse erhofft, fand aber immerhin in Peiting Grund zur Erleichterung. Parteichef Alexander Dobrindt gratulierte Bertl zu seinem Wahlkampf, räumte jedoch gleichzeitig Verluste der CSU in benachbarten Kreisen ein. Zudem kündigte er an, dass die Partei ihre Aufstellung für die Kommunalwahlen überprüfen werde.

Bertls Erdrutschsieg festigt seine Position als Landrat, während sein Team und seine Anhänger den Erfolg feiern. Die gestiegene Wahlbeteiligung in Frankfurt und im Main-Kinzig-Kreis deutet auf ein wachsendes öffentliches Interesse an der Kommunalpolitik hin. Die CSU hingegen wird nach den gemischten Ergebnissen in wichtigen Wahlen ihre Strategie überdenken müssen.

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