09 February 2026, 04:02

Ingolstadts Gastronomen kämpfen gegen 420-Prozent-Gebühren für Außenplätze

Ein altes Foto einer belebten Münchner Straße in den frühen 1900er Jahren, mit Menschen, die spazieren gehen, einige mit Schirmen, und einem Pferdewagen im Vordergrund, Gebäuden, Bäumen und Pfählen im Hintergrund und Text am unteren Rand des Bildes.

Ingolstadts Gastronomen kämpfen gegen 420-Prozent-Gebühren für Außenplätze

Ingolstadt erhöht Gebühren für Außenbewirtung um 420 Prozent – Gastronomen protestieren

Die Stadt Ingolstadt hat die Gebühren für Außenbewirtung drastisch um 420 Prozent erhöht – und damit scharfe Kritik von lokalen Gastronomen und Wirtschaftsverbänden ausgelöst. Die jährliche Pauschale pro Quadratmeter stieg von einmalig 10 Euro auf monatlich 6 Euro, was bei vielen Betrieben Sorgen um die Wirtschaftlichkeit weckt. Nun hat sich auch Manuel Eser, Chefredakteur des Ingolstädter Tagblatts, zu Wort gemeldet und die Debatte kommentiert.

Die Entscheidung der Stadt wurde ohne vorherige Absprache mit den Betroffenen umgesetzt. Eser kritisierte, dass die Verantwortlichen die Gastronomen frühzeitig in den Prozess hätten einbinden müssen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Er warnte, dass die hohen Kosten viele Lokale aus der Innenstadt vertreiben könnten – mit negativen Folgen für das lebendige Flair der Stadt.

Die betroffenen Wirte zeigen sich verärgert über die plötzliche Preiserhöhung. Gleichzeitig fordert der Wirtschaftsverband Aktive City Gespräche mit dem Stadtrat, um einen Kompromiss zu finden, der die Außenbewirtung langfristig tragbar macht.

In anderen deutschen Städten gab es in den vergangenen Jahren keine vergleichbaren Proteste gegen Gebühren für Außengastronomie. Der drastische Anstieg in Ingolstadt stellt damit eine Ausnahme dar.

Die Erhöhung setzt die lokalen Betriebe unter Druck: Sie müssen sich anpassen oder riskieren finanzielle Engpässe. Sollte es keine Einigung geben, könnten künftig weniger Restaurants Außenplätze anbieten. Die nächsten Schritte der Stadt werden zeigen, ob Ingolstadts lebendige Gastronomieszene erhalten bleibt.