28 June 2026, 16:02

IKEA setzt auf Mini-Märkte: Warum der Möbelriese jetzt kleiner denkt

Von 35.000 auf 2.950 Quadratmeter: Was steckt hinter Ikeas neuer Strategie kleiner Möbelläden

IKEA setzt auf Mini-Märkte: Warum der Möbelriese jetzt kleiner denkt

IKEA passt seine Ladenstrategie an und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Mit diesem Schritt will der schwedische Möbelriese auf den schwierigen Möbelmarkt reagieren und Standorte erschließen, an denen große Filialen nicht realisierbar sind. Peter Jelkeby, Deutschlands Chef des Unternehmens, hat den Kurswechsel hin zu diesem neuen Format für die künftige Expansion bestätigt.

Der erste dieser kleineren IKEA-Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet. Weitere sollen in ganz Deutschland und darüber hinaus folgen – zunächst sind 20 solche Filialen weltweit geplant. Jeder neue Laden wird etwa 2.950 Quadratmeter umfassen, nur ein Bruchteil der klassischen 35.000-Quadratmeter-Märkte.

Die kompakteren Geschäfte fungieren als Ausstellungsräume und Beratungszentren. Sie werden rund 2.650 Artikel für den direkten Mitnahmeverkauf vorrätig haben und 1.000 weitere Produkte zur Bestellung präsentieren. Ein größerer Anteil der Umsätze soll dabei aus Online-Käufen stammen, wobei die Waren direkt zu den Kunden nach Hause geliefert werden.

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Die Umstellung erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Verkaufszahlen und wachsender Konkurrenz durch Online-Händler wie Temu. In Deutschland machen die Online-Umsätze von IKEA bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes.

Das kleinere Format ermöglicht es IKEA, neue Märkte zu erschließen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Zudem entspricht es sich wandelnden Konsumgewohnheiten und dem Aufstieg des E-Commerce. Das Unternehmen erhofft sich von diesem Ansatz eine Stärkung seiner Position in einem herausfordernden Einzelhandelsumfeld.

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