24 December 2025, 10:03

Ihr Stadtrat Tanja Schweiger

Auf einem Tisch liegt ein Büroklipp, ein passportgroßes Foto und ein Stoffstück auf der rechten Seite, mit einem unscharfen Hintergrund und linker Seite.

Ihr Stadtrat Tanja Schweiger

Im Landkreis Regensburg steigen die Einbürgerungsanträge seit 2020 kontinuierlich an. Allein im Jahr 2024 wurden 1.095 neue Staatsbürgerschaftsurkunden ausgestellt – ein Zeichen für einen wachsenden Trend. Zudem hat sich das Verfahren beschleunigt: Die Bearbeitungsdauer liegt mittlerweile bei unter drei Monaten.

Der Anstieg der Einbürgerungen folgt auf die Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes, das am 27. Juni 2024 in Kraft trat. Das neue Gesetz erleichtert langjährig hier lebenden Menschen den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, sofern sie die zentralen Voraussetzungen erfüllen.

Anfang 2025 erhielten drei Geschwister aus Regenstauf als 1.000. Einbürgerungsfall im Landkreis ihre Urkunden. Die Familie stammt ursprünglich aus dem Kosovo und erfüllte alle Bedingungen: fünf Jahre Aufenthalt in Deutschland, ausreichende Sprachkenntnisse sowie finanzielle Unabhängigkeit. Beruflich sind die Geschwister ebenfalls auf einem guten Weg – alle absolvieren eine duale Ausbildung. Arigon, der Jüngste, macht eine Lehre als Glaser in einem ortsansässigen Betrieb. Lauresa schließt ihre Ausbildung zur Friseurin ab, während Rajmonda sich im Einzelhandel auf Schuhe und Lederwaren spezialisiert. Alle drei werden ihre Lehrzeit 2025 abschließen.

Die meisten neuen Deutschen im Landkreis Regensburg kamen 2024 aus dem Kosovo, gefolgt von Syrien und der Türkei. Das effiziente Online-System der Behörde hat die Abläufe deutlich vereinfacht und die Wartezeiten spürbar verkürzt.

Die Vergabe der 1.000. Staatsbürgerschaftsurkunde im Jahr 2025 markiert einen Meilenstein für den Landkreis Regensburg. Durch schnellere Bearbeitungszeiten und klarere rechtliche Rahmenbedingungen erhalten immer mehr langjährige Bewohnerinnen und Bewohner die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Trend spiegelt sowohl die politischen Weichenstellungen als auch die wachsende Vielfalt in der Region wider.