11 February 2026, 22:04

Historischer Schritt: Frauen in der Nordischen Kombination vor Olympia-Debüt 2026

Ein Plakat, das die Olympischen Spiele in Mont-Agnes-Russes, Frankreich, bewirbt, zeigt eine Frau mit einem menschlichen Gesicht, die ein farbenfrohes Kleid trägt und einen Fächer hält, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Historischer Schritt: Frauen in der Nordischen Kombination vor Olympia-Debüt 2026

Nordische Kombination war lange die einzige Wintersportart bei den Olympischen Spielen ohne Frauenwettbewerb. Doch nach jahrelangem Einsatz von Athlet:innen und Funktionär:innen könnte sich das bald ändern. Die Forderung nach Gleichberechtigung erhielt neuen Schwung bei einem kürzlichen Demonstrationswettbewerb, bei dem wichtige Persönlichkeiten starke Unterstützung für die Aufnahme von Frauen bei künftigen Spielen signalisierten.

Der Internationale Skiverband (FIS) arbeitet seit Jahren daran, einen Frauenwettbewerb in der Nordischen Kombination zu etablieren. Erstmals wurde die Disziplin bei den Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf aufgenommen, später folgte die Integration in den Weltcup-Kalender 2022/23. Diese Schritte überzeugten das Internationale Olympische Komitee (IOC), den Wettbewerb für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina vorzusehen – die erste Austragung ist für Februar 2026 geplant.

Bei der jüngsten Demonstration war IOC-Präsidentin Kirsty Coventry anwesend und lobte die Veranstaltung überschwänglich. Sie nannte sie "unglaublich spannend" und zeigte sich beeindruckt von der Stimmung der Zuschauer. FIS-Präsident Johan Eliasch beschrieb Coventry als "sehr begeistert" während des Events. Später berichtete Vinzenz Geiger, sie habe "schwärmend" über den Wettbewerb gesprochen.

Auch die Athlet:innen äußerten sich zum Fehlen von Frauenwettbewerben. Johannes Rydzek wies darauf hin, dass ohne weibliche Teilnehmer:innen nur die Hälfte des Sports repräsentiert sei. Julian Schmid bezeichnete die Demonstration als "großartige Werbung" für die Disziplin. Eliasch versprach, sich weiter für den olympischen Status der Nordischen Kombination einzusetzen – und für die volle Gleichberechtigung der Frauen.

Die endgültige Entscheidung über die olympische Zukunft der Sportart liegt nun beim IOC. Ein Beschluss wird während der Sommerpause erwartet.

Der Demonstrationswettbewerb hat die Geschlechterungleichheit in der Nordischen Kombination erneut in den Fokus gerückt. Mit der klaren Unterstützung der IOC-Präsidentin und dem anhaltenden Engagement des FIS ist die Sportart der vollen olympischen Gleichstellung so nah wie nie zuvor. Der erste Frauenwettbewerb ist für die Winterspiele 2026 vorgesehen – vorbehaltlich der finalen Genehmigung.