Hamburgs Panoptikum verpasst seinen Wachsfiguren den jährlichen Frischekick
Greta KleinFrühjahrsputz: Neuer Glanz für Wachsfiguren im Panoptikum - Hamburgs Panoptikum verpasst seinen Wachsfiguren den jährlichen Frischekick
Hamburgs bekanntes Panoptikum weckt seine Figuren im Januar auf
Das berühmte Wachsfigurenkabinett Panoptikum in Hamburg verpasst seinen Exponaten auch in diesem Jahr wieder seinen traditionellen "Frühjahrsfrischekick". Die jährliche Auffrischung sorgt dafür, dass die 120 Wachsfiguren – von polierten Schuhen bis zu frisch gestylten Frisuren – stets in bestem Zustand bleiben. Diese Tradition pflegt das Museum seit seiner Eröffnung im Jahr 1879 durch Friedrich Hermann Faerber, einen der ersten Wachsfigurenkünstler Deutschlands.
Für die zweiwöchigen Instandhaltungsarbeiten schloss das Panoptikum am 12. Januar seine Türen. In dieser Zeit wird jede Figur sorgfältig überarbeitet: Kleidung wird gereinigt, Hüte entstaubt und kleinere Reparaturen durchgeführt. Kratzer auf beliebten Figuren wie Helene Fischer und Julia Roberts wurden beseitigt, während elf Perücken – darunter auch die der verstorbenen Königin Elizabeth II. – gewaschen und neu eingefärbt wurden.
Carmen Delhougne, eine Nachfahrin der Familie Faerber, leitet den gesamten Prozess. Sie gehört entweder zur vierten oder fünften Generation, die das Museum führt. Henriette Masmeier kümmert sich um die Frisuren und Make-up-Retuschen, damit jede Figur so lebensecht wie möglich wirkt. Allein das Stylen der Haare aller 120 Wachsfiguren dauert zwei volle Tage. In diesem Jahr hat die Auffrischung eine besondere Bedeutung: Das Panoptikum widmet sich besonders den Figuren, die mit Hamburgs Reeperbahn verbunden sind – passend zum 400-jährigen Jubiläum des Viertels. Nach Abschluss der Arbeiten öffnet das Museum am 29. Januar wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit.
Der jährliche Frischekick stellt sicher, dass die Wachsfiguren für die Besucher stets in makellosem Zustand sind. Mit Reparaturen, Styling und historischen Feinheiten führt das Panoptikum eine Tradition fort, die sich über mehr als ein Jahrhundert erstreckt. Bei der Wiedereröffnung am 29. Januar wird die aufgefrischte Sammlung zu sehen sein – inklusive der neu in Szene gesetzten Reeperbahn-Figuren.