05 June 2026, 17:24

Habeck kritisiert FDP: "Keine starke liberale Kraft in Deutschland"

Habeck: Kubicki wird die FDP nicht zur liberalen Kraft machen

Habeck kritisiert FDP: "Keine starke liberale Kraft in Deutschland"

In der deutschen Politik fehlt es an einer starken liberalen Partei – das behauptet zumindest Robert Habeck. Der Grünen-Politiker kritisierte kürzlich die Freien Demokraten (FDP) dafür, diese Lücke nicht zu schließen. Seine Äußerungen fallen kurz vor dem FDP-Bundesparteitag, auf dem Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden gewählt werden soll.

Im Gespräch mit dem Spiegel sprach Habeck über die Schwierigkeiten der FDP, sich neu zu erfinden. Er beschrieb eine „offensichtliche Leerstelle“ in der deutschen Politik, die keine andere Partei ausfüllen könne. Zwar räumte er ein, dass es einer liberalen Kraft bedürfe, doch die FDP entwickle sich nicht in diese Richtung.

Die Wahl des FDP-Vorsitzenden findet an diesem Samstag statt, wobei Kubicki als einziger Kandidat für den Posten antritt. Habeck gab zu, dass Kubickis Ansatz möglicherweise kurzfristig Unterstützung von anderen Parteien sichern könnte. Doch er zweifelte daran, dass dies die FDP in die liberale Partei verwandeln werde, die Deutschland braucht.

Habeck ließ keinen Zweifel: Allein Kubickis Führung werde die FDP nicht grundlegend verändern. Auch die Idee, dass temporäre Bündnisse die durch den Niedergang der Partei entstandene Lücke füllen könnten, wies er zurück.

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Noch an diesem Wochenende wird die FDP Kubicki zu ihrem neuen Vorsitzenden wählen. Habecks Aussagen unterstreichen die anhaltenden Zweifel an der Ausrichtung der Partei. Ohne einen Wandel könnte es der FDP schwerfallen, ihre Rolle als führende liberale Stimme Deutschlands zurückzugewinnen.

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