Günther Jauch kauft Loriots legendäres Haus am Starnberger See
Günther Jauch erwirbt Loriots ehemaliges Domizil am Starnberger See
Der bekannte deutsche Fernsehmoderator Günther Jauch hat das ehemalige Wohnhaus von Vicco von Bülow – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot – am Starnberger See gekauft. Der Kauf spiegelt Jauchs langjährige Bewunderung für den legendären Humoristen und Filmemacher wider. Loriots Werk, darunter seine Filme und Bücher, bleibt ein zentraler Bestandteil der deutschen Kulturgeschichte.
Vicco von Bülow, der unter dem Pseudonym Loriot bekannt wurde, schuf zwei besonders beliebte Filme: "Ödipussi" (1988) und "Pappa ante Portas" (1991). In beiden spielte Evelyn Hamann mit, seine langjährige Weggefährtin seit 1976. Während viele annehmen, dass sein Haus am Starnberger See ein Hauptdrehort war, entstanden einige Szenen an anderen Orten.
So diente etwa das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin in "Pappa ante Portas" als Schauplatz für die Szene, in der Heinrich Lohse seinen Job verliert – ein Ereignis, das den sozialen Abstieg der Familie einleitet. Ein weiteres prägendes Bild ist der Speisesaal der Familie Lohse, der sofort wiedererkennbar ist, obwohl die Figur Dieter darin fehlt. Zudem ist die Seebrücke Ahlbeck auf Usedom zu sehen, wo Renate Lohses Mutter ihren Geburtstag feiert.
Für "Ödipussi" nutzte Loriot das Imperiale Palace Hotel in Santa Margherita Ligure in Italien als Drehort. Bereits in den 1950er-Jahren hatte er humorvolle Bücher wie "Der unentbehrliche Knigge oder Anstand für alle" und "Glücklich verführt: 20 erprobte Liebestrick von zwei Kennern" veröffentlicht.
Jauchs Entscheidung, das Anwesen am Starnberger See zu erwerben, unterstreicht sein Engagement für den Erhalt kulturellen Erbes. Bereits zuvor hatte er sich für die Restaurierung des Marmorpalais in Potsdam eingesetzt und damit sein Interesse an der Bewahrung bedeutender Denkmäler gezeigt.
Der Verkauf von Loriots Haus an Jauch lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf das bleibende Vermächtnis Vicco von Bülows. Während einige Drehorte gut dokumentiert sind, bleibt die Herkunft anderer – insbesondere außerhalb Deutschlands und Italiens – oft unklar. Für präzise Angaben zu weniger bekannten Schauplätzen wären spezialisierte Filmarchive oder biografische Quellen die verlässlichste Anlaufstelle.