Grünes Cloud-Computing: Wie Deutschland Unternehmen zu mehr Energieeffizienz zwingt
Greta KleinGrünes Cloud-Computing: Wie Deutschland Unternehmen zu mehr Energieeffizienz zwingt
Deutschlands Vorstoß für grüneres Cloud-Computing gewinnt an Fahrt – Unternehmen stehen vor strengeren Energieregeln
Die Bemühungen Deutschlands um eine umweltfreundlichere Cloud-Nutzung erhalten Aufwind, während Unternehmen mit verschärften Energievorschriften konfrontiert werden. Ein neuer Gesetzentwurf, das Energiedienstleistungsgesetz (EEffG), soll Firmen verpflichten, ihren Verbrauch zu senken und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Gleichzeitig führen große Technologiekonzerne bereits ökologische Cloud-Lösungen ein, um die wachsende Nachfrage zu bedienen.
Derzeit prüft der Bundestag das EEffG, das branchenweite Energiesparmaßnahmen durchsetzen soll. Wird das Gesetz verabschiedet, würde es die Verbrauchsreduzierung direkt mit den Klimazielen verknüpfen und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien fördern.
Mehrere Cloud-Anbieter haben bereits Schritte unternommen, um ihre Umweltbilanz zu verbessern. Hetzner Online GmbH betreibt seinen gesamten Helsinki Data Center Park ausschließlich mit Wind- und Wasserkraft. Auch Plusserver GmbH bietet „grüne“ Cloud-Dienste an, die moderne Technologie mit Nachhaltigkeitszielen verbinden.
Auch die Tech-Riesen ziehen nach: Microsoft gibt an, dass seine Azure-Cloud-Plattform im Vergleich zu herkömmlichen Unternehmens-Rechenzentren 22 bis 93 Prozent weniger Energie verbraucht. Mit der Initiative „Cloud for Sustainability“ unterstützt das Unternehmen Nutzer zudem dabei, ihren CO₂-Fußabdruck zu messen. Amazon wiederum behauptet, dass die Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) bis zu fünfmal effizienter sei als europäische Standard-Rechenzentren. Zudem investiert der Konzern 1,5 Millionen Euro in eine innovative Algenfarm zwischen Offshore-Windrädern, die CO₂ binden soll.
Das geplante EEffG würde verbindliche Effizienzregeln für deutsche Unternehmen einführen und so den Wandel hin zu saubereren Cloud-Operationen beschleunigen. Da Anbieter wie Hetzner, Plusserver, Microsoft und Amazon bereits auf erneuerbare Energien setzen, scheint die Branche gut auf strengere Umweltauflagen vorbereitet. Die Veränderungen könnten nicht nur die Art und Weise revolutionieren, wie Unternehmen Daten verwalten, sondern auch ihre Emissionen deutlich reduzieren.






