19 June 2026, 16:02

Grammer steht vor der Zerreißprobe: Machtkampf gefährdet Auftragslage und Zukunft

Machtkampf mit der Hastor-Familie kostet Grammer Aufträge

Grammer steht vor der Zerreißprobe: Machtkampf gefährdet Auftragslage und Zukunft

Grammer kämpft mit drastischem Auftragsrückgang – Zukunft hängt an Hauptversammlung am 24. Mai in Amberg

Der Automobilzulieferer Grammer verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei den Bestellungen, da wichtige Kunden zögern, neue Verträge abzuschließen. Die Zukunft des Unternehmens wird auf der jährlichen Hauptversammlung am 24. Mai in Amberg entschieden – mitten in einem anhaltenden Machtkampf.

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Hinter dem Auftragseinbruch stehen Bedenken der Kunden, sich auf einen Zulieferer zu verlassen, der von der Familie Hastor kontrolliert wird. Vorstandschef Hartmut Müller führt die Zurückhaltung der Abnehmer direkt auf diese Problematik zurück. Zu den größten Kunden Grammers zählen namhafte Automobilhersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW.

Die Familie Hastor hält derzeit zwischen 20 und 30 Prozent der Grammer-Aktien. Ihr Ziel ist es, Müller als Vorstandsvorsitzenden abzulösen und die Kontrolle über den Aufsichtsrat zu übernehmen. Dieser mögliche Machtwechsel belastet bereits jetzt die Beziehungen zu den Kunden.

Sowohl Branchenverbände als auch Politiker haben Besorgnis über den Konflikt geäußert. Als Reaktion darauf plant die Gewerkschaft IG Metall für den Tag der Hauptversammlung Proteste an Grammer-Standorten in Deutschland und Tschechien.

Die Hauptversammlung am 24. Mai wird über Führung und Ausrichtung des Unternehmens entscheiden. Die Unsicherheit der Kunden und die Gewerkschaftsaktionen unterstreichen den Druck, unter dem Grammer steht. Das Ergebnis der Abstimmung wird maßgeblich darüber bestimmen, ob das Unternehmen künftige Aufträge sichern und Stabilität wahren kann.

Quelle