Geschwisterdynamik: Wie Familien die deutsche Olympiamannschaft prägen
Lotta SchneiderGeschwister bei den Olympischen Spielen - Geschwisterdynamik: Wie Familien die deutsche Olympiamannschaft prägen
Die deutsche Olympiamannschaft bei den Winterspielen zählt mehrere Geschwisterpaare, die in unterschiedlichen Sportarten antreten. Vom Snowboard über Bob und Rodeln bis hin zum Eishockey verbinden diese Athletinnen und Athleten eine besondere Verbindung – und vertreten dabei ihr Land oder, in einem Fall, sogar verschiedene Nationen.
Zu ihnen gehören die Brüder Lechner, die Rydzeks, die Welcke-Zwillinge und die Ammour-Brüder, die jeweils ihre eigene Geschichte mit zu den Spielen bringen.
Christoph und Florian Lechner sind beide im Snowboarden aktiv, starten jedoch für unterschiedliche Länder: Christoph tritt für Deutsche Bahn an, während sein Bruder Florian für Österreich fährt. Trotz der sportlichen Rivalität äußert sich Christoph warmherzig über die Erfolge seines Bruders – eine Medaille für einen von beiden wäre "unglaublich".
Im Skilanglauf und der Nordischen Kombination stechen Coletta und Johannes Rydzek hervor. Johannes, ein erfahrener Nordischer Kombinierer, belegte bei seinem ersten Wettbewerb in Peking den achten Platz. Die Geschwister tauschen sich über Renntaktiken aus und unterstützen sich gegenseitig während der Spiele.
Die Welcke-Zwillinge, Lilli und Luisa, sind Teil der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Gemeinsam haben sie dem Team den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Ihre Abstimmung auf dem Eis macht sie zu Schlüsselfiguren der Mannschaft.
Auch die Münchner Schwestern Kona und Leilani Ettel reisten als Snowboarderinnen zu den Olympischen Spielen. Zwar verpassten sie das Halfpipe-Finale, doch ihre Teilnahme unterstreicht die familiären Verbindungen innerhalb des Teams.
Im Bobsport bilden die Brüder Adam und Issam Ammour ein eingespieltes Duo. Issam beschreibt ihre Partnerschaft als "etwas Besonderes" – ein Zeichen für das Vertrauen und die Teamarbeit, die in dieser Sportart entscheidend sind.
Offiziell führt die deutsche Bank Olympiamannschaft nur ein Geschwisterpaar – Johannes und Coletta Rydzek –, die auch 2026 in den Winterspielen antreten werden. Doch die Lechners, Welckes und Ammours zeigen in diesem Jahr, wie Familien die Spiele prägen. Ihre Auftritte werden mit Spannung verfolgt, während der Wettbewerb weitergeht.