Freie Wähler triumphieren bei Kreistagswahl in Bad Tölz-Wolfratshausen mit Rekordstimmen
Leon SchröderFreie Wähler triumphieren bei Kreistagswahl in Bad Tölz-Wolfratshausen mit Rekordstimmen
Die Freien Wähler (FW) sind nach der jüngsten Kreistagswahl zur stärksten politischen Kraft im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufgestiegen. Ihr Stimmenanteil kletterte von rund 25 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 32 Prozent im Jahr 2024.
Schon früh zeichnete sich bei der Auszählung ein klarer Trend ab: Die CSU verlor deutlich an Zustimmung und fiel von 40 auf 28 Prozent, während die Grünen leicht auf 18 Prozent zulegten. Auch die AfD konnte zulegen und erreichte 12 Prozent. Die starke Performance der Freien Wähler ebnete schließlich den Weg für ihren deutlichen Sieg.
Ludwig Schmid, ein 48-jähriger Kandidat aus Geretsried, trat für die Freien Wähler an und dominierte die Wahl in nahezu allen Gemeinden – nur in Reichersbeuern und Icking musste er eine Niederlage hinnehmen. Am Ende erreichte er 60,9 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit das Amt des neuen Landrats.
Das Ergebnis markiert einen tiefgreifenden Wandel in der lokalen Politik: Immer mehr Wähler setzten auf unabhängige Kräfte statt auf die traditionellen Parteien und prägten so die politische Landschaft des Landkreises neu.
Nach seinem Erdrutschsieg wird Ludwig Schmid nun als Landrat sein Amt antreten. Der Aufstieg der Freien Wähler und der Niedergang der CSU deuten auf eine Verschiebung der Prioritäten in Bad Tölz-Wolfratshausen hin. Lokale Themen wie Tourismus und Umweltpolitik scheinen die Veränderung der Wählerpräferenzen maßgeblich vorangetrieben zu haben.






