15 January 2026, 12:11

Französische Biathletinnen verpassen Podest trotz starker Schießleistung in Ruhpolding

Eine Frau steht vor einer Fahne mit einer Karte von Frankreich, auf der ein Band mit der Aufschrift "Tour de France 2020" trägt.

Französische Biathletinnen verpassen Podest trotz starker Schießleistung in Ruhpolding

Französische Frauenstaffel verpasst Podestplatz in Ruhpolding trotz Favoritenrolle

Trotz klarer Favoritenstellung verfehlte die französische Frauenstaffel im Biathlon-Weltcup in Ruhpolding einen Podestplatz. Beim Rennen am 14. Januar 2026 belegte das Team nach einer starken, aber letztlich nicht siegreichen Leistung den vierten Platz. Norwegen sicherte sich den Sieg, Schweden wurde Dritter – Frankreich blieb in einem hart umkämpften Rennen knapp hinter den schnelleren Konkurrentinnen zurück.

Das französische Quartett – Lou Jeanmonnot, Océane Michelon, Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon – zeigte eine disziplinierte Schießleistung. Ohne Strafrunden und mit nur sechs Nachladern übertrafen sie sowohl Norwegen als auch Schweden in der Treffsicherheit.

Im Schlussdurchgang setzte sich Norwegens Maren Kirkeeide entscheidend ab und überholte Italiens Lisa Vittozzi, um den Sieg einzufahren. Julia Simon, die als Schlussläuferin für Frankreich antrat, kämpfte sich mit zwei fehlerfreien Schießeinlagen zurück, konnte auf der letzten Runde jedoch nicht mit dem Tempo der Konkurrenz mithalten. Die schnelle Strecke in Ruhpolding spielte dabei eine Schlüsselrolle. Braisaz-Bouchet räumte später ein, dass die anderen Teams an diesem Tag einfach stärker gewesen seien. Simon beschrieb, wie ohnmächtig sie sich gegen das unerbittliche Tempo auf der Schlussrunde gefühlt habe, trotz aller Bemühungen, den Rückstand aufzuhalten.

Der vierte Platz markierte einen seltenen Rückschlag für ein Team, das zuvor als dominierend galt. Selbst ihre präzise Schießleistung reichte nicht aus, um die höhere Laufgeschwindigkeit Norwegens und Schwedens auf der anspruchsvollen Strecke zu kompensieren. Das Ergebnis unterstrich die Herausforderung, im Spitzensport-Biathlon Präzision und reine Schnelligkeit in Einklang zu bringen.