Forschungsprojekt will Baustellen komplett emissionsfrei machen – mit System
Leon SchröderForschungsprojekt will Baustellen komplett emissionsfrei machen – mit System
Ein neues Forschungsprojekt will Baustellen in emissionsfreie Zonen verwandeln. Die Initiative ForBat@Bau, geleitet von der Technischen Universität München (TUM), verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Abläufe, Energieversorgung und Prozesse auf Baustellen zu optimieren.
Bisherige Versuche, Emissionen zu reduzieren, beschränkten sich oft auf den Austausch von Diesel- durch Elektromaschinen. Doch laut TUM ist dies allein keine nachhaltige Lösung. Stattdessen betrachtet das Projekt ForBat@Bau Baustellenprozesse, Maschinen, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Netzanschlüsse als ein integriertes Gesamtsystem.
An der Initiative beteiligen sich akademische Partner wie die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg. Aus der Wirtschaft wirken der Bayerische Bauindustrieverband, die Bayerische BauAkademie sowie Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Bauwesen, Netzbetrieb und Simulation mit.
Die Forschung gliedert sich in vier Hauptbereiche: Antriebe für Baumaschinen, intelligente Batteriesysteme, softwaregestützte Planung von Prozessen und Energieflüssen sowie die flexible Nutzung von Netzanschlusskapazitäten. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten gefördert werden, um umfassende Lösungen zu entwickeln.
Ziel ist die Schaffung eines softwarebasierten Planungstools für voll elektrifizierte Baustellen. Dieses soll sicherstellen, dass solche Standorte sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch zuverlässig betrieben werden können. Die Ergebnisse des Projekts könnten einen neuen Standard für nachhaltiges Bauen setzen.
