01 January 2026, 10:04

FIS wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe vor Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

Ski-Bretter, eine Jacke an einem Bügel, ein Besenstiel, verschiedene Gegenstände, Kartons und ein Pfahl.

FIS wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe vor Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen

Der Internationale Skiverband (FIS) hat Vorwürfe wegen angeblicher Manipulationen gegen österreichische Skispringer vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zurückgewiesen. Norwegische Medien hatten Zweifel an einer modifizierten Bindung des Athleten Manuel Fettner geäußert und diese als "verdächtig" sowie potenziell "regelwidrig" bezeichnet.

Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Bericht der norwegischen Zeitung Dagbladet, die Fettners Bindung als "selbstgebastelt" und möglicherweise gegen die Vorschriften verstoßend beschrieb. Der FIS entgegnete, die Bindung sei seit Jahren zugelassen, da sie lediglich an Fettners anderen Sprungschuh angepasst worden sei, ohne ihm einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Der FIS geht seit dem Anzug-Manipulationsskandal der norwegischen Mannschaft bei der Heim-WM 2021 strengere Kontrollen bei der Ausrüstung an. Bei jüngsten Überprüfungen kam es bereits zu Sanktionen, darunter die Disqualifikation von Timi Zajc in Oberstdorf wegen eines drei Millimeter zu weiten Anzugs, der die Aerodynamik hätte verbessern können. Titelverteidiger Daniel Tschofenig bedauerte zwar das Ausscheiden Zajcs, betonte aber, dass Regeln einzuhalten seien. Österreichische Funktionäre begrüßten die verschärften FIS-Kontrollen; Tschofenig versicherte, sein Team achte stets auf Regelkonformität. Die Inspektionen leitet mittlerweile der ehemalige Skispringer Mathias Häfele, der eine Schlüsselrolle bei den strengeren Überprüfungen spielt. Zudem wurde Dr. Maria Müller im Oktober 2025 vom Schweizer Bundesrat zur Chefin der FIS-Kontrollkommission ernannt.

Mit der Entscheidung des FIS ist die Angelegenheit um Fettners Bindung abgeschlossen, doch die verschärften Kontrollen bleiben bestehen. Mit Verantwortlichen wie Häfele und Müller an der Spitze dürften weitere Verstöße gegen die Ausrüstungsvorschriften schneller aufgedeckt werden. Nun rückt der bevorstehende Wettbewerb in Garmisch-Partenkirchen in den Fokus.