Falscher Führerschein und Zollbetrug: Schweizerin in München in die Falle getappt
Leon SchröderFalscher Führerschein und Zollbetrug: Schweizerin in München in die Falle getappt
Schweizerin und ihr deutscher Partner müssen nach Zollkontrolle am Münchner Flughafen mit rechtlichen und finanziellen Konsequenzen rechnen
Am 15. Januar 2026 stoppten Beamte am Flughafen München einen in der Schweiz zugelassenen Wagen, der von einer 51-jährigen Frau mit einem selbstgebastelten Führerschein – im Deutschen als Eigenbinde bekannt – gesteuert wurde. Der Vorfall löste Ermittlungen wegen nicht gezahlter Einfuhrabgaben aus.
Ausgangspunkt war eine Routinekontrolle, bei der Zollbeamte ein Fahrzeug mit Schweizer Kennzeichen anhielten. Die Fahrerinnen, Susanne B., präsentierte einen offensichtlich selbst angefertigten Führerschein, was sofort Misstrauen weckte. Die Behörden stellten schnell fest, dass das Auto ohne die vorgeschriebenen EU-Einfuhrabgaben in den Binnenmarkt gebracht worden war.
Der deutsche Lebensgefährte der Frau, der zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht anwesend war, behauptete später, das Fahrzeug sei erst kürzlich nach Deutschland gekommen. Doch die Ermittler fanden Beweise, die dieser Aussage widersprachen. Daraufhin verhängten die Behörden eine Strafe in Höhe von 4.500 Euro für die ausstehenden Abgaben. Neben der finanziellen Sanktion muss sich der Mann nun auch wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Gegen Susanne B. könnten – abhängig vom Ausgang der laufenden Untersuchungen – weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Der Fall unterstreicht die strenge Durchsetzung der EU-Einfuhrbestimmungen für Fahrzeuge aus Drittstaaten. Beide Beteiligten sehen sich nun mit Bußgeldern und möglichen strafrechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Die Zollbehörden bestätigten, dass die Ermittlungen noch andauern.