08 May 2026, 02:03

Falscher Eurovision 2026: Satire-Seite übertrumpft den echten Contest vorab

Ein Plakat mit der Aufschrift "Humoristische Karte von Europa im Jahre 1870", das eine Karte von Europa mit Cartoon-Bildern und Text umgeben zeigt.

Falscher Eurovision 2026: Satire-Seite übertrumpft den echten Contest vorab

Satire-Website stiehlt dem Eurovision Song Contest 2026 die Show – noch vor dem echten Event

Eine satirische Website hat den Eurovision Song Contest 2026 ins Rampenlicht gerückt – und das, bevor das eigentliche Ereignis überhaupt begonnen hat. Die Parodie-Seite, die sich mit offizieller Optik tarnt, präsentiert einen fiktiven Wettbewerb in Oberwart, garniert mit übertriebenen Details und lokalem Humor. Derweil bleibt der echte Contest für Mai nächsten Jahres in Wien geplant.

Die Domain songcontest2026.at, die vom österreichischen Medienhaus Tagespresse registriert wurde, leitet derzeit auf eine persiflierende Version des Wettbewerbs weiter. Dort wird Oberwart als Austragungsort unter den Slogans „Vereint durch Doskozil“ und „Per Erlass des obersten Landeshauptmanns“ ausgewiesen – eine Anspielung auf den Eurovision-Sieg 2025 von Johannes „JJ“ Pietsch, einem Sohn der Stadt. Die Seite glänzt mit überzogenen Behauptungen und regionalem Insiderwitz und sorgt so dafür, dass Oberwart im Eurovision-Gespräch bleibt – wenn auch nur digital.

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Die Tagespresse nutzt die Plattform zudem, um auf ein grundsätzliches Problem hinzuweisen: Die Organisation fordert den ORF und die Europäische Rundfunkunion (EBU) auf, für große Musikveranstaltungen durchgängig offizielle Webadressen zu sichern. Ohne ein solches Eingreifen, warnen sie, könnten inoffizielle oder satirische Seiten die Suchergebnisse dominieren – mit der Gefahr, dass Fans in die Irre geführt werden.

Der echte Eurovision Song Contest 2026 findet jedoch wie geplant vom 12. bis 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt. Die Verantwortlichen haben sich bisher weder zur Parodie-Seite noch zur Domain-Streitigkeit geäußert.

Die satirische Version des ESC 2026 hält Oberwart zwar im öffentlichen Bewusstsein – wenn auch nur als Fiktion. Derweil laufen die Vorbereitungen für den offiziellen Wettbewerb im nächsten Frühling in Wien weiter. Ob die EBU das Domain-Problem angeht, könnte entscheiden, wie einfach Fans künftig zuverlässige Informationen über das Event finden.

Quelle