28 March 2026, 16:02

Ex-CSU-Chef Huber zerpflückt Söders widersprüchliche Politik in scharfer Kritik

Ein detaillierter architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, der den Gebäudeaufbau mit Text und Zeichnungen zeigt.

Ex-CSU-Chef Huber zerpflückt Söders widersprüchliche Politik in scharfer Kritik

Erwin Huber, der ehemalige Vorsitzende der CSU, hat den aktuellen Parteichef Markus Söder öffentlich für dessen Haltung in der Bundespolitik scharf kritisiert. In einer deutlichen Rüge warf Huber der Partei vor, in zentralen Fragen wie Steuern, Renten und Gesundheitswesen keine klaren Konzepte zu haben, und warnte zugleich vor politischer Blockadehaltung in einer Zeit der Krise.

Huber wirft Söder vor, eine widersprüchliche Linie zu verfolgen: Einerseits fordere er auf Bundesebene rasche Steuersenkungen und Reformen, während er in Bayern eine strikte Sparpolitik durchsetze. Gleichzeitig treibe die CSU Steuerentlastungen für Unternehmen, wohlhabende Erben und Spitzenverdiener voran – trotz steigender Bundesverschuldung. Die eigenen Haushaltskürzungen in Bayern träfen hingegen Familien, Pflegeeinrichtungen und den öffentlichen Dienst besonders hart.

Der Ex-Chef kritisierte zudem Söders Gepflogenheit, enge Fristen für Reformen zu setzen, während er als Koalitionspartner Fortschritte blockiere. Eine solche Haltung lasse keinen Raum für sachliche Debatten, gerade wenn drängende Herausforderungen in den Bereichen Verteidigung, wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit gemeinsames Handeln erforderten.

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Huber forderte einen Kurswechsel und rief Söder auf, sich ein Beispiel am früheren Finanzminister Theo Waigel zu nehmen, der auf konstruktive Zusammenarbeit gesetzt habe. Politische Profilierungssucht berge die Gefahr, die historischen Aufgaben der heutigen Politik zu untergraben, so Huber.

Seine Äußerungen offenbaren die tiefen Spannungen innerhalb der CSU über die Bundespolitik der Partei. Nun steht die CSU unter Druck, in zentralen Fragen wie Steuerpolitik und Staatsausgaben klar Position zu beziehen. Wie Söder reagiert, könnte sowohl die Finanzpolitik Bayerns als auch die Rolle der CSU in der bundesweiten Regierungsverantwortung prägen.

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