EU setzt klare Signale: Wettbewerbsfähigkeit und Ukraine-Solidarität im Fokus
Lotta SchneiderEU setzt klare Signale: Wettbewerbsfähigkeit und Ukraine-Solidarität im Fokus
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben neue Prioritäten gesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Blocks zu stärken und seine Handelsinteressen zu verteidigen. Zudem gingen sie auf finanzielle und sicherheitspolitische Herausforderungen ein, darunter den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Zentrale Beschlüsse betrafen die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und künftige Friedensbemühungen.
Die Europäische Kommission erhielt klare Aufträge, die EU in Handelsverhandlungen künftig selbstbewusster zu vertreten. Zudem soll sie Instrumente zum Schutz vor unfairem Marktverhalten ausbauen – insbesondere gegenüber Regionen wie China. Um die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU zu sichern, vereinbarten die Staatschefs Bürokratieabbau für Unternehmen und Bürger.
Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt das zentrale Anliegen der Mitgliedstaaten. Fortschrittsberichte dazu sollen künftig vor jedem Treffen des Europäischen Rates vorgelegt werden. Unterdessen arbeitet die irische Ratspräsidentschaft an einem schlankeren, nachhaltigen Vorschlag für den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), um breite Zustimmung zu erreichen.
Zum MFR lehnte Friedrich Merz den aktuellen Kommissionsentwurf ab. Deutschland und andere Nettozahler lehnen die Aufnahme gemeinsamer EU-Schulden in den Rahmen kategorisch ab. Merz verwies zudem auf jüngste militärische Erfolge der Ukraine, die die Dynamik des Konflikts zu ihren Gunsten verändern.
Erste Grundlagen für mögliche Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland wurden ausgearbeitet und stoßen in Europa auf breite Unterstützung. Die EU betonte jedoch, nicht neutral zu sein, sondern fest an der Seite der Ukraine zu stehen. Noch ist es zu früh, über eine europäische Vertretung in künftigen Verhandlungen zu entscheiden.
Die EU treibt den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Abwehrmechanismen und die Straffung der Handelspolitik voran. Der überarbeitete MFR-Vorschlag der irischen Präsidentschaft zielt darauf ab, finanzpolitische Streitigkeiten beizulegen. In der Ukraine-Frage zeigt sich der Block weiterhin geschlossen in seiner Unterstützung, bereitet sich aber gleichzeitig auf mögliche Friedensverhandlungen vor.






