Energiewende bleibt populär – trotz politischer Bremsen und Medienmythen
Greta KleinEnergiewende bleibt populär – trotz politischer Bremsen und Medienmythen
Die öffentliche Unterstützung für die deutsche Energiewende bleibt stark. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 82 Prozent der Deutschen hinter dem Umbau der Energieversorgung stehen. Dennoch haben politische und mediale Herausforderungen die Entwicklung in den vergangenen Jahren geprägt.
2011 führte eine regulatorische Änderung zu drastischen Kürzungen der Solarstrom-Förderung. Trotz dieser Maßnahme verzeichnete Deutschland im Folgejahr einen rasanten Ausbau der Erneuerbaren. Die Photovoltaik-Kapazität stieg um 51 Prozent – von 19,3 Gigawatt im Jahr 2011 auf 28,5 Gigawatt 2012. Auch die Windenergie wuchs: 1.008 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.439 Megawatt gingen ans Netz.
Widerstand gegen die Energiewende hält sich in einigen politischen Kreisen hartnäckig. Das Wirtschaftsministerium, geleitet von einem bekannten Kritiker der Energiewende, hat die Umsetzung gebremst. Deutschlands Haltung, oft vom Wirtschaftsressort vorgegeben, blockierte sogar zentrale EU-Gesetzesvorhaben zur Energiepolitik. Erst ein jüngstes Eingreifen der Kanzlerin verhinderte den Versuch, die Fördermittel weiter zu kürzen und rückwirkende Steuern auf Erzeuger erneuerbarer Energien zu erheben.
Auch die mediale Berichterstattung hat das Bild in der Öffentlichkeit beeinflusst. Die Energieexpertin Claudia Kemfert führt dies auf immer wiederkehrende Mythen über die Politik zurück. Doch Josef Göppel, Energiepolitiker der bayerischen CSU, glaubt, dass der Höhepunkt der Ablehnung nun überwunden ist.
Trotz politischer Widerstände und Fehlinformationen genießt die Energiewende weiterhin breite Rückendeckung. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich die Dynamik wieder beschleunigt. Der kontinuierliche Ausbau der Erneuerbaren unterstreicht das Engagement des Landes für die Energiewende.






