Eklat in Salzwedel: Krebspatientin stellt Kanzler Merz zur Rede
Heftige Auseinandersetzung in Salzwedel: Krebskranke Frau wirft Kanzler Merz vor, Gehaltserhöhungen über Gesundheitsausgaben zu stellen
Bei einem Bürgerdialog in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) kam es zu einem emotionalen Eklat, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, die Bezüge von Politikern über die Finanzierung des Gesundheitswesens zu stellen. Eine an spätem Hautkrebs erkrankte Frau stellte den Kanzler zur Rede und warf der Regierung vor, bei den medizinischen Leistungen zu sparen, während im Hintergrund Gehaltserhöhungen für Spitzenpolitiker vorbereitet würden.
Der Vorwurf fiel in eine Zeit, in der die Bundesregierung einen Gesetzentwurf ausgearbeitet hatte, der die Bezüge von Staatssekretären um fast 40.000 Euro erhöhen sollte. Da die Vergütung des Kanzlers an diese Sätze gekoppelt ist, hätte Merz dadurch ein Jahresgehalt von rund 65.000 Euro mehr erhalten.
Die Aussagen der Frau zu den geplanten Erhöhungen trafen zu. Doch als die Pläne bekannt wurden, formierte sich öffentlicher Protest. Unter dem Druck der Empörung distanzierte sich die Regierung umgehend von dem Vorhaben.
Kanzler Merz wies später zurück, jemals über Gehaltsanpassungen für Regierungsmitglieder nachgedacht zu haben. Doch der geleakte Entwurf hatte bereits für massive Kritik gesorgt.
Die Affäre offenbart die Spannungen zwischen politischen Bezügen und der Finanzierung öffentlicher Leistungen. Nach heftigen Rückschlägen ruderte die Regierung zurück – vorerst werden weder die Gehälter der Staatssekretäre noch das des Kanzlers erhöht.






