Domen Prevc triumphiert bei der Vierschanzentournee – Norwegen in der Krise
Lotta SchneiderDomen Prevc triumphiert bei der Vierschanzentournee – Norwegen in der Krise
Die 74. Vierschanzentournee begeistert mit atemberaubenden Ergebnissen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Der Slowene Domen Prevc feierte in beiden Wettbewerben den Sieg, während sein Teamkollege Timi Zajc aufgrund eines zu großen Anzugs Herren disqualifiziert wurde. Parallel dazu kämpften die norwegischen Skispringer mit ihrer schwächsten Leistung beim Neujahrsturnier seit 1999.
Prevc dominierte das Turnier und sicherte sich die Siege in den ersten beiden Wettbewerben der Vierschanzentournee. Sein Erfolg bringt ihn in Position für einen seltenen Grand Slam – bisher gelang es nur Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi, alle vier Springen in einer Saison zu gewinnen.
Das norwegische Team, sonst eine feste Größe im Skispringen, enttäuschte diesmal. Kristoffer Eriksen Sundal war mit Platz 16 bester Norweger. Auch Robin Pedersen (17.), Johann André Forfang (18.), Marius Lindvik (22.) und Isak Andreas Langmo (29.) qualifizierten sich für die zweite Runde, verpassten aber alle das Podest. Zajc hingegen sah sich nach der Disqualifikation wegen eines nicht regelkonformen Anzug Herren vorzeitig aus dem Turnier genommen – Prevc bleibt damit der einzige slowenische Hoffnungsträger.
Der Slowene führt nun die Gesamtwertung der Vierschanzentournee an und wird in den verbleibenden Springen auf weitere Siege hinarbeiten. Norwegen muss sich derweil von der schwächsten Neujahrsleistung seit über zwei Jahrzehnten erholen. Die kommenden Wettbewerbe werden zeigen, ob Prevc in die Riege der wenigen Athleten aufsteigen kann, die alle vier Springen für sich entscheiden.