Digitaler Ackerbau: Sechs Landmaschinenhersteller entwickeln einheitliche Softwarelösung
Leon SchröderDigitaler Ackerbau: Sechs Landmaschinenhersteller entwickeln einheitliche Softwarelösung
FarmFacts, eine Tochtergesellschaft der BayWa, hat ein neues europäisches Bündnis für den digitalen Ackerbau geschmiedet. Das Projekt vereint sechs führende Landmaschinenhersteller, die gemeinsam an einer einheitlichen Softwarelösung arbeiten. Die Kanzlei Noerr begleitete den Prozess rechtlich.
Zu dem Bündnis gehören neben FarmFacts die Unternehmen AGCO, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger und Rauch. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines standardisierten Rahmens für herstellerübergreifende Anwendungen im digitalen Pflanzenbau. Die unter dem Namen „NEXT Machine Management“ geführte Software soll in das bestehende Farmmanagementsystem von FarmFacts integriert werden.
Das cloudbasierte System wird den deutschen IT-Sicherheitsstandards für Datenschutz und Cybersicherheit entsprechen und sicherstellen, dass Landwirte jederzeit die volle Hoheit über ihre Daten behalten. Die offene Maschinen-Datenmanagement-Software ist darauf ausgelegt, Informationen aller beteiligten Hersteller zu verarbeiten.
Noerr übernahm die Vorbereitung, Ausarbeitung und Verhandlung sämtlicher Verträge mit den Konsortialmitgliedern. Thomas Thalhofer leitete das Projekt für die Kanzlei und steht gemeinsam mit Karl Rauser der Digital Business Group vor. Thalhofer betonte, dass praktikable Lösungen für neue Geschäftsmodelle auch ohne gesetzliche Regelungen zur Dateneigentümerschaft möglich seien.
Die Zusammenarbeit markiert einen bedeutenden Schritt in der digitalen Landwirtschaftstechnologie. Die neue Software ermöglicht einen nahtlosen Datenaustausch zwischen verschiedenen Maschinenmarken – Landwirte profitieren von einer besseren Kontrolle über ihre Daten in einem sicheren, integrierten System.
