17 February 2026, 10:05

Deutschlands Eishockey-Hoffnungen wanken trotz Star-Team und Millionen-Gehalten

Eine Gruppe von Männern mit Medaillen und einem Pokal auf einem Eisstadion stehend und kniend, feiern ihren Meisterschaftssieg, mit Glaswänden und anderen Gegenständen im Hintergrund.

Deutschlands Eishockey-Hoffnungen wanken trotz Star-Team und Millionen-Gehalten

Deutschlands Männer-Eishockeyteam zieht in die Olympische Qualifikationsrunde fürs Viertelfinale ein

Nach einem zweiten Platz in der Vorrundengruppe hat sich die deutsche Männer-Eishockeynationalmannschaft für die Olympische Viertelfinale-Qualifikation qualifiziert. Dort trifft sie nun auf Frankreich, um einen Platz im nächsten Duell gegen die Slowakei zu erkämpfen. Trotz des stärksten Kaders aller Zeiten hatte das Team bisher Schwierigkeiten, die hohen Erwartungen zu erfüllen.

Deutschland startete mit einem 3:1-Sieg gegen Dänemark am 12. Februar in das Turnier. Zwei Tage später folgte jedoch eine überraschende 3:4-Niederlage gegen Lettland. Der größte Rückschlag ereignete sich am 15. Februar, als die Mannschaft mit 1:5 gegen die USA verlor – ein Team mit 25 NHL-Spielern, die in dieser Saison zusammen über 184 Millionen Euro verdienen.

Gegen die Amerikaner führten Deutschlands NHL-Stars – Tim Stützle, JJ Peterka und Lukas Reichel – die Offensive an. Moritz Seider merkte später an, dass die beste Leistung der Mannschaft in der ersten Periode lag, abgesehen von den letzten achteinhalb Sekunden. Bundestrainer Harold Kreis passte seine Taktik an, verteilte die Eiszeit gleichmäßiger und reduzierte Leon Draisaitls Spielzeit.

Zum Kader gehören acht NHL-Spieler: Philipp Grubauer, JJ Peterka, Lukas Reichel, Moritz Seider, Joshua Samanski, Wojciech Stachowiak, Nico Sturm und Tim Stützle. Ihre Gehälter summieren sich zusammen mit denen der Spieler aus der deutschen DEL auf rund 54 Millionen Euro. Frankreich hingegen hat mit Alexandre Texier nur einen NHL-Vertreter im Team, der eine Million Euro verdient.

Der ehemalige Mannschaftskapitän Moritz Müller warnte, dass sich Deutschland nicht allein auf individuelle Klasse verlassen dürfe. Seider betonte dies und unterstrich die Notwendigkeit von Teamplay statt der Abhängigkeit von Einzelspielern. Der Sieger des Deutschland-Frankreich-Spiels zieht ins Viertelfinale gegen die Slowakei ein.

Mit einer durchwachsenen Bilanz, aber dem historisch stärksten Kader, geht Deutschland in die Qualifikationsrunde. Ein Sieg gegen Frankreich würde den Einzug ins Viertelfinale gegen die Slowakei bedeuten. Die bisherigen Leistungen zeigen jedoch: Nur mit besserer Teamharmonie kann die Mannschaft weiterkommen.