24 June 2026, 00:04

Demografischer Wandel dreht den Arbeitsmarkt bis 2030 radikal um

BCG-Studie prophezeiet wachsende Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt bis 2030

Demografischer Wandel dreht den Arbeitsmarkt bis 2030 radikal um

Demografische Verschiebungen prägen die globale Arbeitswelt in rasantem Tempo. Das Gleichgewicht zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage wird zunehmend ungleichmäßiger – mit deutlichen Unterschieden zwischen Ländern und Regionen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bis zum Jahr 2020 sahen sich einige Nationen mit erheblichen Arbeitskräfteüberschüssen konfrontiert. In den USA wurde ein Überschuss von 17,1 bis 22 Millionen Beschäftigten prognostiziert, während China mit einem Überschuss von 55,2 bis 75,3 Millionen rechnete. Frankreich, Großbritannien und Italien verzeichneten geringere Überschüsse, jeweils im einstelligen Millionenbereich.

Doch in den folgenden zehn Jahren kehrt sich die Situation dramatisch um: Chinas Überschuss könnte sich bis 2030 in ein Defizit von bis zu 24,5 Millionen verwandeln. Deutschland, das bereits 2020 einen Mangel von bis zu 2,4 Millionen Arbeitskräften hatte, sieht sich möglicherweise einer Lücke von 8,4 bis 10 Millionen gegenüber. Brasiliens Engpass, der 2020 noch bei bis zu 8,5 Millionen lag, könnte auf 40,9 Millionen anwachsen. Die USA werden zwar voraussichtlich noch mindestens 7,4 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte haben, doch Frankreich, Großbritannien und Italien werden allesamt in eine Phase des Arbeitskräftemangels eintreten.

Diese Entwicklungen werden erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit haben. Regionale Ungleichheiten werden sich verstärken, sodass stabile Arbeitsmärkte eher die Ausnahme als die Regel sein werden. Die Länder müssen sich in den kommenden Jahren entweder auf einen Überschuss oder auf wachsende Engpässe bei Arbeitskräften einstellen.

Quelle