27 June 2026, 16:06

Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharmastandort

Daiichi Sankyo hält an Milliardeninvestition in Bayern fest

Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in bayerischen Pharmastandort

Daiichi Sankyo kündigt massiven Ausbau seines Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen an

Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo wird seinen Forschungs- und Produktionsstandort in Pfaffenhofen, Bayern, deutlich ausbauen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren. Das Unternehmen plant, rund eine Milliarde Euro in das Projekt zu investieren – eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte.

Das Werk in Pfaffenhofen ist der größte Standort von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Mit dem Ausbau unterstreicht das Unternehmen sein langfristiges Engagement in Deutschland, obwohl die Branche insgesamt mit Herausforderungen kämpft.

Benoit Creveau, der Deutschland-Chef des Konzerns, bestätigte, dass der Ausbau wie geplant voranschreiten wird. Ein Stopp sei nie zur Debatte gestanden, betonte er. Zwar bezeichnete Creveau den Entwurf für die geplante Krankenkassenreform als „enttäuschend“, doch Deutschland bleibe ein zentraler Markt. Bei Standortentscheidungen spielten neben der Gesundheitspolitik auch andere Faktoren eine Rolle, so der Manager: langjährige Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen, der Zugang zu Fachkräften und verlässliche Zulieferer seien ebenfalls entscheidend.

Daiichi Sankyo ist mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans. Der Ausbau in Pfaffenhofen sendet ein klares Signal für das Vertrauen in den Standort Deutschland – trotz der aktuellen Unsicherheiten in der Branche. Die Investition soll die Forschungs- und Produktionskapazitäten des Unternehmens in Europa weiter stärken.

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