29 March 2026, 02:02

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-TV

Ein Mann in schwarzem T-Shirt und Jeans singt in ein Mikrofon, während er Gitarre spielt, die Augen geschlossen, vor einem begeisterten Publikum.

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-TV

Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich nun zur mangelnden Vielfalt in deutschen Musik-TV-Formaten geäußert. Die 80-jährige Sängerin, die noch immer bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne steht, kritisiert, dass stets dieselben Stars eingebunden werden, während andere ignoriert bleiben. Ihre jüngsten Aussagen haben die Debatte über Gerechtigkeit in der Branche neu entfacht.

Frederic, ein langjähriger Name im Schlager, war selbst nie in Sendungen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast. Bereits 2018 machte sie klar, dass sie nicht "kriechen" werde, um eine Einladung zu erhalten – ihre Karriere hänge nicht von TV-Auftritten ab. Stattdessen machte sie die Redaktionen für die sich wiederholenden Gäste-Listen verantwortlich, nicht die Moderator:innen selbst.

Ihre Beobachtungen werfen ein Schlaglicht auf ein Muster im deutschen Schlager-Fernsehen: Während einige DDR-Legenden wie Olaf Berger regelmäßig auftreten, bleiben andere – etwa Chris Doerk – ohne durchgehende Präsenz. Frederic, deren Repertoire von Schlager über Musical bis hin zu Chansons reicht, betont, dass die Macht zur Vielfalt bei den Produzent:innen liege, nicht bei den Künstler:innen.

Trotz ihrer Kritik bleibt die Sängerin aktiv und tourt häufig – selbst mit einer bescheidenen Rente. Kürzlich sorgte sie zudem mit einer scharfzüngigen Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen und bewies, dass ihr markanter Humor ungebrochen ist.

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Frederics Äußerungen rücken die Auswahlkriterien von Schlager-TV in den Fokus. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und ungebrochener Bühnenpräsenz stellt sie den Status quo infrage. Die Diskussion um Repräsentation im Genre hat nun eine prominente Kritikerin der Strukturen mehr.

Quelle