17 April 2026, 06:05

"Circle of Life"-Komponist verklagt Comedian wegen falscher Liedtext-Übersetzung

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungelumgebung mit üppiger Vegetation und Bäumen, die den Text 'Der König der Löwen' am unteren Rand zeigt.

"Circle of Life"-Komponist verklagt Comedian wegen falscher Liedtext-Übersetzung

Lebohang Morake, der Komponist des ikonischen "Circle of Life"-Gesangs aus "Der König der Löwen", verklagt den Komiker Learnmore Mwanyenyeka – besser bekannt als Learnmore Jonasi – wegen angeblich falscher Übersetzung des Liedtextes. Die Klage wirft Jonasi vor, seine weit verbreitete Version verzerre die Bedeutung des Songs und untergrabe dessen kulturelle Bedeutung.

Jonasi, ein simbabwischer Stand-up-Comedian, der bereits bei "America's Got Talent" auftrat, präsentierte seine Übersetzung als Fakt – nicht als Comedy. Sein Instagram-Post zum Thema verzeichnete über drei Millionen Aufrufe und tausende zustimmende Reaktionen.

Morake, der unter dem Künstlernamen Lebo M auftritt, komponierte den Gesang in Zulu und Xhosa für Disneys Film von 1994. Die offizielle Übersetzung des Studios lautet: "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König." Jonasi hingegen übersetzte die Zeilen mit "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott." Die Klage argumentiert, seine Version sei nicht als Satire gekennzeichnet worden, sondern als vermeintlich verbindliche Aussage – und damit nicht durch den Ersten Verfassungszusatz (Meinungsfreiheit) geschützt.

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Morakes Anwälte werfen Jonasi vor, die Bedeutung des Gesangs bewusst herabgewürdigt zu haben. Die Klage fordert über 20 Millionen Dollar Schadensersatz sowie 7 Millionen Dollar Strafschadensersatz. Zudem wird betont, dass Morake durch seine geschäftlichen Verbindungen zu Disney laufende Tantiemen erhält.

Nach Bekanntwerden von Morakes Verärgerung schlug Jonasi vor, gemeinsam mit dem Komponisten ein Video über die tiefere Bedeutung des Songs zu drehen. Trotz dieses Angebots wird die Klage weiterverfolgt – Morake besteht darauf, dass die Fehlinterpretation nachhaltigen Schaden angerichtet habe.

Der Fall dreht sich um die Frage, ob Jonasis Übersetzung eine falsche Tatsachenbehauptung darstellt oder als geschützte Meinungsäußerung gilt. Morakes rechtliche Schritte unterstreichen die finanziellen und kulturellen Interessen, die mit dem Erbe von "Der König der Löwen" verbunden sind. Ein Urteil könnte Präzedenzfall dafür werden, wie künstlerische Interpretationen künftig im Rahmen des Verleumdungsrechts behandelt werden.**

Quelle