Christian von Stetten: Der unerschütterliche CDU-Rebell mit Staufer-Erbe
Leon SchröderChristian von Stetten: Der unerschütterliche CDU-Rebell mit Staufer-Erbe
Christian Freiherr von Stetten ist seit langem eine prägende Figur in der deutschen Politik. Seit 2002 sitzt der CDU-Politiker als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe im Bundestag. Seine politische Laufbahn umfasst Jahrzehnte und ist geprägt von klaren Positionen sowie einer tiefen Verbundenheit mit seiner Heimatregion.
Von Stetten entstammt einer politischen Familie: Er ist der Sohn des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang von Stetten. Zudem ist er Schlossherr von Burg Stetten, einer historischen Festung im Hohenlohe-Kreis mit Wurzeln in der Stauferzeit. Beruflich durchlief er eine kaufmännische Ausbildung, studierte Betriebswirtschaftslehre und sammelte Erfahrungen als Unternehmer.
Im Parlament leitet er die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), die größte Vereinigung innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bekannt ist er für seine pointierten, mitunter kontroversen Standpunkte – insbesondere im wirtschaftsliberalen Flügel seiner Partei. Während der Eurokrise stimmte er wiederholt gegen die europäischen Rettungspakete für Griechenland.
Seine politische Karriere wurde von tiefgreifenden Veränderungen in der deutschen Führungsebene begleitet: Er erlebte Angela Merkels Aufstieg und Abschied, die Bildung der Ampelkoalition sowie die aktuelle Ära unter Friedrich Merz. Nach der Bundestagswahl 2021 forderte er den Rücktritt der gesamten CDU-Führung. Zuletzt setzte er sich 2025 in seinem Wahlkreis mit 36 Prozent der Stimmen durch – vor AfD und SPD.
Von Stetten prognostizierte ein vorzeitiges Ende der Merz-Regierung und erklärte, sie werde keine volle Legislaturperiode halten. Mit seinem unnachgiebigen Auftreten und politischem Gewicht prägt er weiterhin die Debatten in seiner Partei. Sein Wahlkreiserfolg und die Führungsrollen unterstreichen seine anhaltende Bedeutung in der deutschen Politik.






