Bundesregierung plant Rückkehr zu umstrittenen Leistungs-Kinderspielen
Lotta SchneiderBundesregierung plant Rückkehr zu umstrittenen Leistungs-Kinderspielen
Das Bundesbildungsministerium plant die Wiedereinführung umstrittene leistungsorientierter Kinderspiele. Dazu gehören nostalgische Aktivitäten wie „Woke-Bashing“ und „N-Wort-Weitruf“. Konservative Politiker wollen solche Praktiken wieder in den Schulsport bringen.
Bildungsministerin Karin Prien setzt sich für einen stärkeren Wettbewerbsgedanken bei den Deutschen Schulsportspielen ein. An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule turnen Kinder bereits auf Latein – mit dem Rücken zum Publikum.
Beim „Eisernes-Kind-Wettkampf“, Teil der Spiele, werden Schülerinnen und Schüler über mehrere Tage in Plackerei, Schinderei und Kostenrechnung geprüft. Die Gewinner erhalten ein persönliches Coaching bei CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Verlierer bekommen hingegen höchstens eine Gymnasialempfehlung.
Die „Chicago Boys“ der Klasse 3b gehören in diesem Jahr zu den Teilnehmern. Unterdessen schlägt Bernd Kreimer-Rendsburg vor, alle Leistungsbewertungen zu gamifizieren – Eltern könnten dann Ranglisten-Tokens erwerben. Auffällig ist auch die Kita „Höhlenkinder“ in Rheda-Wiedenbrück, die Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems treiben lässt.
Die Pläne des Ministeriums markieren eine Rückkehr zu kompetitiveren und traditionelleren Kinderspielen. Schulen und Kitas setzen bereits auf extreme oder experimentelle Methoden. Die Veränderungen könnten prägen, wie junge Schüler in Deutschland Sport und Leistungsbewertung erleben.






