Bundesrat fordert EU-weites Verbrenner-Aus ab 2030 – mit radikalen Forderungen für E-Mobilität
Greta KleinBundesrat fordert EU-weites Verbrenner-Aus ab 2030 – mit radikalen Forderungen für E-Mobilität
Der deutsche Bundesrat hat eine Resolution verabschiedet, die die Europäische Kommission auffordert, den Verkauf von Verbrennerfahrzeugen ab 2030 zu verbieten. Damit wächst der Druck auf Berlin, den Wandel hin zu emissionsfreiem Verkehr zu beschleunigen. Die Resolution sieht zudem erhebliche Investitionen in die Ladeinfrastruktur für Elektroautos und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs vor.
Die Entschließung des Bundesrates hat zwar keine rechtliche Bindungskraft, sendet aber ein klares politisches Signal. Sie fordert, dass in der gesamten EU ab 2030 nur noch emissionsfreie Neuwagen verkauft werden dürfen. Darüber hinaus wird eine rasche Elektrifizierung von Bussen und Zügen sowie eine stärkere Förderung von Radverkehrsnetzen angemahnt.
Der Vorstoß spiegelt einen gesellschaftlichen Trend wider: Das Auto verliert zunehmend seinen Status als Statussymbol – besonders bei jüngeren Generationen. Gleichzeitig setzt sich die libertäre FDP weiterhin für die Interessen traditioneller Autofans ein.
Craig Morris, Hauptautor des Buches „Die deutsche Energiewende“ und Direktor von Petite Planète, hat sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit Energiepolitik beschäftigt. Er ist Mitautor von „Energiedemokratie“ und schreibt täglich für „Erneuerbare Energien". In seinen Arbeiten betont er immer wieder die Notwendigkeit systemischer Veränderungen im Verkehrs- und Energiesektor.
Die Resolution drängt die EU zu entschlossenem Handeln gegen Verbrennerfahrzeuge. Gleichzeitig werden finanzielle Mittel für Ladestationen, elektrische öffentliche Verkehrsmittel und Radwege gefordert. Auch wenn der Beschluss rechtlich nicht verbindlich ist, erhöht er den Druck auf die Politik, konkrete Maßnahmen umzusetzen.






