Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras durch gescheiterte Ausschreibung
Greta KleinBundespolizei droht Blackout bei Körperkameras durch gescheiterte Ausschreibung
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras wegen gescheiterter Beschaffung
Bis 2023 könnte der Bundespolizei die funktionsfähige Körperkameras ausgehen – Grund ist ein gescheiterter Vergabeprozess. Der aktuelle Hersteller will die Unterstützung einstellen, und eine neue Ausschreibung ist bereits gescheitert. Beamte riskieren damit, ohne unverzichtbare Ausrüstung dazustehen.
Die Bundespolizei setzt Körperkameras derzeit ein, um Konflikte zu entschärfen und Beweismaterial zu sichern. Die Geräte haben sich sowohl in Dienststellen als auch bei Einsätzen bewährt. Doch der bisherige Lieferant plant, die Wartung einzustellen – und bringt die Behörde damit in eine prekäre Lage.
Eine Ausschreibung über 2.500 neue Kameras, mit Option auf weitere 1.500 Stück, war für fünf Millionen Euro gestartet worden. Doch das Verfahren scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus potenzielle Anbieter abschreckten. Der aktuelle Hersteller könnte die Unterstützung zwar verlängern – doch das würde weitere Millioneninvestitionen erfordern.
Andreas Roßkopf, Vorsitzender der GdP-Gewerkschaft für Bundespolizisten, warnt vor der drohenden Knappheit. Er fordert das Bundesinnenministerium auf, schnell zu handeln, um zu verhindern, dass Beamte den Zugang zu diesem wichtigen Werkzeug verlieren.
Ohne funktionierende Körperkameras könnte die Polizei Schwierigkeiten bekommen, Konflikte zu steuern oder Vorfälle zu dokumentieren. Das Ministerium muss nun eine Lösung finden, um zu vermeiden, dass die Beamten ohne diese essenzielle Ausrüstung dastehen. Doch mit dem nahenden Stichtag bleibt die Lage ungelöst.
