Bundesnetzagentur kürzt Gewinnmargen für Stromnetzbetreiber drastisch
Leon SchröderBundesnetzagentur kürzt Gewinnmargen für Stromnetzbetreiber drastisch
Die Bundesnetzagentur hat die Gewinnmargen für Netzbetreiber ab dem Zeitraum 2018/2019 gekürzt. Dieser Schritt folgt auf Jahre steigender Kosten für Haushalte und wachsende Sorgen über die finanziellen Auswirkungen der deutschen Energiewende.
2015 entfielen auf Tennet und andere Netzbetreiber gemeinsam 70 Prozent der Gesamtkosten für die Netzstabilisierung. Das niederländische Unternehmen Tennet kündigte später eine Erhöhung der Netzentgelte um 80 Prozent an, wirksam ab 2017. Bis dahin waren die jährlichen Netzentgelte für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt seit 2015 bereits um 37 Euro gestiegen.
Die aktuelle Gewinnmarge für neue Netzanlagen liegt bei 9,05 Prozent und soll auf 6,91 Prozent sinken. Bei älteren Anlagen reduziert sie sich von 7,14 auf 5,12 Prozent. Eine parlamentarische Anfrage ergab, dass die tatsächlichen Margen zwischen 2006 und 2012 im Durchschnitt 14,4 Prozent betrugen.
Die gesenkten Gewinnspannen gelten ab der Periode 2018/2019. Besonders kleine Netzbetreiber dürften unter den Änderungen finanziell am stärksten belastet werden. Auch der Aktionärswert könnte durch die Neuregelungen beeinträchtigt werden.






